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al Veilchen in des Jahres Jugend, find € der Natur, früh und nicht daurend, Saß 3 ba dahin: der Duft, die Bluͤthe | Von wenigen Minuten —
SR 5 Ob pakeſpear's Hamlet. 25 5 r.
Erſter Theil.
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* Leipzig, der Weygandſchen Buchhandlung 1778.
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w. Leuten ich 1 am 3 Zu Dank ſprechen noch ſoll.
| Mein Bud) hörte nie der Mann, Dem es alles behagte wohl. —
8 2 kannt bringen an Einen Sinn, 8 da Gott geſcheiden hat,
r wir nutzer denn ich bin.
.
Vorrede zum Sachen pre.
Zeugniſſe über Volkslieder.
Die Volkopoeſe, ganz Natur, wie fie iſt, hat Nalvetäten und Reize, durch die fie ſich der ö Hauptſchoͤnheit der kuͤnſtlichvollkommenſten Poeſie gleichet. 2 Montagne B. 1. Kap. 54. — — Sind Blumen, nicht, die feine Kunſt Auf Beeten zog, in Straͤuſſer zierlich band, * Sind Blumen, die Natur, die gute Mutter, Auf Huͤgel, Thal und Ebnen ausgoß.
5 Milton. 19 Nie hörte ich den alten Geſang Percy und Duglas, ohne daß ich mein Herz von mehr als Trompetenklang geruͤhrt fand. Und doch war's nur irgend von einem blinden Bettler % gefungen mit nicht rauherer Stimme als Bere»
5 Philipp Sidney.
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Fr . 8 Ei Wein gewöhnlicher Volksgeſang, an dem ſich der gemeine Mann ergoͤtzet, muß jedem keſer gefallen, der nicht durch Unwiſſenheit oder Ziererey ſich jeder Unterhaltung unfaͤhig gemacht hat. Die Urſache iſt klar: Die naͤhmlichen | Naturgemaͤhlde, die ihn dem gemeinſten Leſer empfehlen, werden dem feinſten als Schoͤn⸗ heit erſcheinen— — — Fa Addiſon Zuſchauer N. 70. Lord Dorſet, der wizigſte Kopf, zugleich der redlichſte Mann und einer der beſten Kritiker und feinſten Dichter ſeiner Zeit, hatte eine groſſe Anzahl alter Balladen und fand an ihnen groß Vergnügen. Das nehmliche kann ich von Dryden und einigen der feinſten Schrift⸗ ſteller unſrer Zeit anfuͤhren — — ; Addiſ. Zuſch. N. 88.
Der gelehrte Selden war recht verliebt, dies fe alten Gefänge zu ſammlen. Er fing de 4
EB . ys ſammlung an, die, bis 1700 fort; 7 gesetzt, über 2000 Stuͤcke enthält — — — N pflegte überhaupt zu ſagen, „daß Dinge der t das treuſte Bild der Zeiten und den wahren Seife des Volks enthielten, ſo wie man „an einem in die Luft geworfenen leichten Stroh⸗ halm eher ſehen koͤnne: woher der Wind kom⸗ me? als an einem ſchweren groſſen Steine. — S. Perey Vorrede ſeiner Reliques of Anc. Engl. Poetry, hin und wieder, wo er auch die Namen Shenſtone, Wharton, Garrik, Johnſon, die beſten neuern Koͤpfe Englands, als Befoͤrderer und Liebhaber biefer Samms lung lung oft anführet,
Mufika ift eine halbe Difiplin und Zucht⸗ meiſterin „ fo die Leute gelinder und ſanftmuͤ⸗ ther, fi fi ttſamer und vernünftiger machet. Die
*
8 Muſika iſt eine ſchoͤne herrliche Gabe Gottes und nahe der Theologie. — — — 3 — und ſprach ferner darauf, wie gehet's doch zu, daß wir in Carnalibus ſo manche feine Poemata, und in Spiritualibus da haben wir ſo faul kalt Ding' und recitirte einige deutſche Lie⸗ dere den Turnier von den vollen u. f.
tuchers Tiſchreden.
Alle Nation haben ihre Zungen und Epro⸗ chen in Regeln gefaſſet, auch in ihre Kroniken und Handelbuͤcher verzeichnet, wo etwas ehr⸗ lichs und mannlichs gehandelt, oder et⸗ | was kuͤnſtlichs und hö fuchs iſt geredt worden von den Ihren. Allein wir Deutſchen ſind Deutſchen, haben ſolchs vergeſſen, das Unſer geringe geachtet, wie ehrlich es auch geweſen, und auf andrer Leute und fremder Nation We⸗ ſen, Sitten und Geberde gegaffet, gleich als haͤtten unſere Alten und Vorfahren nie nichts
gehandelt, geredet, geſetzt und geordnet, dat N er W e nachzuſagen wäre. —
| 3 5 grikola Vorr. zu ſeinen deutſchen RN Eprlcmärtern. 15304
Me emerk e hi „was die Zuhoͤrer am mei⸗ ſten zu em ade ſchienen, und da er fand, daß die planen und ſimplen Stellen die meiſte Wirkung auf fie thaten: fo hat er ſich ſeit der Zeit beſtaͤndig befliffen, für die Singſtimme mehr in den natürlichen Tönen der menſchlichen Ems pfindungen und Peidenfchaften zu ſchreiben, als den Liebhabern tiefer Wiſſenſchaft, oder groſſer Schwierigkeiten zu ſchmeicheln; und es iſt an⸗ merkenswerth, daß die meiſten Arien in ſeiner Oper Orpheus ſo plan und ſimpel ſind, als die Englaͤndiſchen Balladen.
Er iſt dafür, die Muſik zu ſimplificiren; und ſtatt mit grenzenloſer Erfindungskraft und
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Fahigkeit die eigenfinnigften Schwierigkeiten hervorzubringen, und ſeine Melodien mit buh⸗ leriſchen Zierrathen zu verbraͤmen, thut er ales moͤgliche, feine Mufe nüchtern und keuſch zu erhalten.
Burneys Muſik. Reiſe Th. 2.
S. 195. 175.
Lord Marſchall hatte ſich eine Sammlung von Nazionalmelodien gemacht, von faſt allen Voͤlkern unter der Sonnen. Er hatte faſt bei jedem Stuͤck eine Anekdote. Er erzählte mir auch von einem Bergſchotten, welcher allemal weinte, wenn er eine gewiſſe langſame ſchettiche Melodie ſpielen hoͤrte. >
Burney Th. 3. S. 85.87.88:
Sie wuͤrden auch daraus lernen, daß unter jedem Himmels ſteiche Dichter geboren werden, und daß lebhafte Empfindungen kein Vorrecht geſitteter Volker ſind. Es iſt nicht lange, als
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t 5 , 1 am Ende der vorläufigen een tungen über bie, Sprache eine hierher geho⸗ nige Selenhen antraf, die mich unendlich ver⸗ | Einige Litthauiſche Dainos, oder dederchen, nehmlich wie ſie die gemeinen Maͤd⸗ chen daſelbſt fingen. Welch ein naiver Witz! Bee, reizende Einfalt!
Leßing in Litter. Br. Th. 2.
S. 241. 242.
f Keine Nazion in der Welt muͤſte, meines Erachtens, einen reichern Schatz an Ueberbleib⸗ feln dieſer Art aufzuweiſen haben, als unfre naordiſche, vornemlich die Dänifche, wenn wir erſt einmal anfingen, fo aufmerkſam auf unſre | eignen Vortheile zu werden, als es die meiſten ” andern auf die hegen fi find. Wir haben ſchon * jezt eine ganze Sammlung alter lyriſcher Ge⸗ 7 dichte, unter dem Namen Kiaͤmpe-Vliſer:
12 5 nur Schade, daß die ſchaͤtzbarſten Stücke aus ihren urſpruͤnglichen Runen in das neuere Dä- niſche übergetragen, und folglich um ein groſſes Theil ihres Anſehens gekommen find, u. ſ. w. Gerſtenberg. Br. über Merkw.
d. Litt. St. 1. S. 108.
Wer nicht liebt Weib, Wein und G'ſang, Der bleibt ein Narr fein Lebenlang. |
Luther.
Die Fortſezung kuͤnftig.
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Des died vom jungen Grafen. Deutſ ch.
ve 8 ſteh auf einem hohen Berg, Seh ’nunter ins tiefe Thal,
Da fah ich ein Schifflein ſchweben,
Darinn drey Grafen ſaſſ'n.
Drr allerjuͤngſt, der drunter war, Die in dem Schlfflein ſaſſ'n,
7 a Der gebot feiner Lieben zu trinken RL Aus einem venediſchen Glas.)
= 555 der Tradition ein Glas „des den Trank ber⸗ giftere,
16 »Was giebſt mir lang zu trinken, Was ſchenkſt du mir lang ein ? Ich will jezt in ein Kloſter gehn, Will Gottes Dienerin feyn. „ >
»Willſt du jetzt in ein Kloſter gehn, Willſt Gottes Dienerin ſeyn,
So geh in Gottes Namen;
Deins gleichen giebts noch mehr 1,
Und als es war um Mitternacht, Dem jungen Graf traͤumts fo ſchwer, Als ob ſein allerliebſter Schaz Ins Kloſter gezogen waͤr.
„Auf Knecht, ſteh auf und tummle dich; Sattl' unſer beide Pferd! Wir wollen reiten, ſey Tag oder Nacht; Die Lieb iſt reitens werth!,
Ihr rother Mund war bleich.
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er Knab er ſezt a nieder, cn“ einem Stein; | Er weint die hellen Thraͤnen, kin 3 aa * Herz entzwey⸗
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Einſt herrscht ein Konig, in der Zahl Heinrich der zweit' er hieß,
| Deer liebte, nebſt der Königin,
0 Ein Fräulein hold und füß, ,
Ihrs gleichen war auf Erden nicht Ba: An Liebreiz und Geſtalt; N | Kein füßer Kind war auf der Welt In Eines Manns Gewalt. 8
Ihr Lockenhaar, fuͤr feines Gold Haͤtts jedermann erkannt;
Ihr Auge ſtralte Himmelsglanz Wie Per! aus Morgenland.
ee een Roſemund Det rege das Eng tw. Der er aber Königin Lenor' an PR % s nee sem |
nor er König, ine zum Schuz,
er Feindin zu entgehn) 3 — baut' ein' ſolche Dun, 10 75 Als nimmer war geſehn.
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. war die Burg abant | 2 Von veſtem Holz und Stein; Pi — Thuͤren erſt Kam man zur Burg hinein.
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Und alle Gänge ſchlangen fih gg So durch und durch ins Haus, 1 Daß fonder eines Leitgarnsb und Niemand kam ein und aus. |
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Und ob des Königs Lieb und Gunſt Zu ſeiner holden Braut Ward nur dem treuſten Rittersmaunn Die Wacht der Burg vertraut.
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Wo es zuvor gelacht,
BVeneidet bald des Königs Luſtt
Und Roͤschens Liebespracht.
Des Königs undankbarer Sohn,. Den er ſelbſt hoch erhoͤht, |
Empörte ſich in Frankreich flog u mu Nach Vaters Majeſtaͤt.
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I Sein Engelland beließ, Alg Da nahm er noch dies Lebewohl.
4 | Von feiner Bule ſaßda mn f
oſemunde, Roſe mein, | Du er Augen Luſt,
% Die ſchoͤnſte Blum’ in aller Welt ö An deines Königs Bruſt.
Die Blume, de mein Herz erqufckt: * Mit ſuͤſſem Wonneſtral,
d weine Köͤnigsroſe, leb' 4 Leb wohl zu tauſendmal!“
Dienn, meine (hönfe Rose, nun
| Werd' ich dich lang nicht ſehn, Muß übers. Meer, muß eee | In Frankreich bändigen.
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2 Im Himmel ihrer Augen ſchwam
22
Doch meine Rofe — ja gewiß!) Sollt bald mich wiederſehn! * Und mir im Herzen — o, da ſollt Du immer mit mir gehn! „ |
Als Roſemund', das holde Kind Kaum Königs Wort gehoͤrt, 4
Da brach mit Macht der Kummer aus, Der tief ihr Herz verzehrt. f
Thraͤn' uͤber Thrän’ hinan, f BE Bis, wie ein Silber, Perlenthan nn Von ihren Wangen rann. A
Der Lippen zart Korallentoth N tr Ermattet' und erblich;
Fur Kummer ſtarrt ihr ſchoͤnes Blut. Und all ihr Geiſt entwich. 17
| 288 Dis kiben tan und; 2 4. 8 | i 7 IR a un ſo eee macht 7, — 4 0, babe le. wor mein König zeucht nd da mein Herr in fremdes Land, Dor wilder Feinde Heer, 1 % 1 t, und Leib und Leben wagt, Pi Was ſoll denn ich hier mehr? 1 . — . f * 7
Dein Waffenknabe laß mich ſey n. Gib Tar ſche mir und Schwert, 4
Daß meine Bruſt dem Streiche ſte r, Der dich zu toͤdten fahrt. |
Wie oder laß im Koͤnigszelt IM Mich betten dir zur Nacht, 0 5 Und kühlen dich mit Bädern friſch ,.. Wenn du kommt aus der Schlacht.
So bin ich doch bel dir, und wild Nicht Arbeit ſcheun, noch Noth! A Ab'r ohne dich — ach, leb' ich nicht. Da iſt mein Leben Tod! „ 7
„ Beſaͤnft'ge dich, mein Liebchen, ſieh, . gut N N Du bleibeſt heim in Ruh, Im lieblich ſchoͤnen Engelland; buen
Kein Feldziehn komm, dir zu!
b n klarer Krieg, der güde fünf JIf fur dein ſanft Geſchlecht; Auf schöner Burg ein Freudenfeſt, mach Lager und Gefecht!
Mein Röschen foll Sir fü .
3 u Luft und Saitenſpiel, AVndeß ich unter ſcharſem Speer Dian Feind auſſuchen will.
Mein Nischen glänzt in Perl und Gold. AT.ndeß mich Stahl umhuͤllt;
Wein Liebchen tanzt hier Freudentang, ,
Wenn dort mich Schlacht umbruͤllt ,
N „Und, Edler, den ich auserkannt
zu meiner Liebe Wacht, Hab, wenn ich weit entfernet bin, Hab auf mein Röschen Acht!
„Erbarm dich, rief das holde * Doch meiner Jugend ze
Mit ſolchem ſtrengen Todes gift 8 Straf, ach! mich nicht — 5 . *
Ich will aus dieſer Suͤnden welt 4 Wo in ein Kloſter flieh n, .
Will, wenn du's foderſt, fern verbannt D 0 Die weite Welt durchziehn.
41 3
Und für die Schuld, die ich verbrach. Ob nur aus Zwang verbrach hn Straf’ ach! mich wie du willt, nur laß a Die Todesſtrafe nach 5 b Erz -
Und mit den Worten rang fie * : JR Und viel die Allienhand,
Und längs das ſchoͤne Angeſicht
Kam Thraͤnenſtrom gerannt.
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3 1 — Dan Bebe Elf dahin
Zu trinken aus das Todesgiſt . Nahm ſie es in die Hand | 75 Erhob ihr tiefgebeugtes Knie
6 20 Noch zitternd auf, und ſtand;
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und ſchlug die Augen himmelwaͤrts, And ſlehr um Gnade — ach! Da trank fie aus das ſtrenge Gift, Dass bald das Herz ihr brach. 8
Und als der Tod nun voller Wuth zes Durch ihre Glieder wallt,
3 Da price noch ihre Moͤrdrin ſelbſt Die ſchoͤne Todsgeſtalt.
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5 Hude Sißtemwännden, n de 2 * — Hengſt, mein Brauner, ene aters Hoͤfchen.
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chen 1561 Shin Abend!
ben Schwieger, liebe, 4
Was macht mein liebes Mädchen ? ö Bus made mein junges Mädgen?
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N 5 Krank iſt dein Mädchen, on! trank von Herzen, 0 ort in der neuen Tenne, 3 ihrem grünen Bettchen.
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3 Da uͤbern Hof ich, und Herzlich went ih,
und vor der Three Wiſcht' ich die Thraͤnen⸗
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Ich druckt ihr Händchen, Streift' ihr den Ring auf: un Wirds dir nicht beſſer, Maͤdchen?
Nicht beſſer, junges Mädchen?
Mir wird nicht beſſer, Nicht deine Braut mehr! Du wirſt mich nicht betrauren,
Nach andern wirſt du gaffen.
Durch dieſe Thuͤre Wirſt du mich tragen; Durch jene reiten Gaͤſte. Gefällt dir jenes Maͤdchen? Gefälle dirs junge Mädchen?
525 n Garten blühten Dajorang, rten . ten ihren Yymiane, 2 hweſterchen ſich lehnte,
1 eben inen blühen. er '
„ k at: und eifeh dein junges Basen!
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und jr de * und leicht mein junges 5 Y Di g, fuͤhb ich junges Maͤdchen Schmerzen, geht zu Ende meine Jugend.
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Te! u ee ne u jr ’ f BEWERTE n 1
1 | 34 BR Durch die grüne Hofflur geht das Mädchen, N a Brautkranz in dem weiſſen Händchen, mein Keine N) mein ſchwarzes Kraͤnzel, ; ja: von hinnen wirt du mit mir gehen! Lebe wohl e liebe Mutter! 4 | Lebe wohl nun, Vater, lieber Vater! 2 2 1 Lebt wohl, liebe Brüder: | Lebt wohl, liebe Schweſternn 5 N — f | 7 K. * wi 2 f | * f ; . Per]; , * 2 . = } . * | ä |
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w': 91 u entfiel 1 7 Eh Vom Mittelfinger | u ein Bräutgameing zu Grunde.
n Bi g 5 Erſih di, Alebſter, 18 den Wind, den Nordwind,
Auf vierzehn lange Tage!
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Vielleicht er wuͤrf' ihn, Den Ring, vom Grunde Auf deiner E Wieſe.
Da koͤmmt das Mädchen Dort über Feld her Am Rautengarten.
Verruhe dich, mein Liebſter, Leg ab die Senſe
Hier in die Schwade,
Und deinen Schleifſtein Auf dieſe Schwade! Verruhe dich, mein Liebſter!
Dank dir, mein Maͤdchen, Dank für dein Kommen, Und für dein Mitleid, Für deine ſuſſe Rede! — — —
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3 r a A a Zn ef 4 1 “u ö - *
E. * 2 F. ‚Ar Bar. 0 | 0 Das Lied vom eſerſüchtigen Knäben ei Deut ui 1
Es ſtehen drey Stern! am Himmel, Die geben der Lieb’ ihren Schein. Gott gruͤß euch, ſchoͤnes Jungfraͤulein, Wo bind ich 1 Roͤſſelein hin.
„Nimm du es, dein Roͤßlein, beim Zügel, beim Be Zum Bind's an den Feigenbaum. Sez dich ein' kleine Weil nieder, Und mach mir ein kleine Kurzweil
ar,
Ich kann und mag nicht ſizen, Mag auch nicht luſtig ſeyn, Mein Herz iſt mir betruͤbet, Feinslieb von wegen dein.
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und da er's wieder Seraufer zog,
5 den Ee war es ſo roth. E. Ans weicher Gott vom Himmel, j 5 bitter wird mir der Todls 105
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Br zog er ihr abe vom Finger ? 1 rothes Goldringelein.
E warfs in fluͤſſig Waſſer; ene 18 Schein. a
„ ER 7;
Schwimm hin, ſchwimm her, Goldringelein! Dis an den tieſen See!
Mein einslieb iſt mir geſtorben;
Jezt hab ich kein Feinslieb mehr.
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. 2 ne und Baida. Eine Mauriſce Geschicht. ra
10 FREENET ee Engliſch.
€ Su find wehn die Wende, en fület Kühler 12 |
70 7 ve Pallaſt wohnet Zalda,
Die ſo treu, er ſich erkohr, 4, die ſchoͤnſte junge Mohtin, 5 * en cler junger Mohr.
m hnlich harrt er nun der Stunde, Die ſie, ihn zu ſehn, verſprach,
Horchet, ſchleichet, lauſchet nach.
* *
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Furcht und Hoffen faßt ihn wechseln, Seufzet tief. — O tritt herfür, Guter Jüngling, ſieh, am Fenſter, Dort erſcheint dein Maͤdchen dir.
Lleblich b af geht Mondes: a Diem vertrrten Schäfersmann, Wenn wie Silberglanz es auſſteigt | Berg and Thale gudend 11. 21 r
Lieblich lacht die Pracht der Sonne Dien verzagten Seemann an, PTR Wenn fie grauſen Sturm zertreibend
Glaͤttet auf der Wogen Bahn.
Aber tanſendmal fo lieblich > Stielt dem Liebelauſcher hier Halbgeſehn das ſchoͤne Maͤdchen 2
Durch die Daͤmmrung ſich herfuͤr.
*
0
& F laß fer enter au zus 1 \ „Ala mit bir, liebſtes Mädchen! GSibſt du Tod mir oder Ruh?
85 ke e die Shredsefsicte, 5 Die mein Knabe jezt erſͤhrt, F Er einem alten kargen \ Rachen dich zur Braut gewaͤhrt? 5 dan. jezt dein grimmer Vater Bringt von Antiquera ſchon, 2 1 falſche Zaida⸗
„ . n
\ * 2 Iſt das meiner Liebe Lahn? 2 " 11 7 ö : |
* 1
Iſt es wahr, fo ſprich mirs immer, 5 Tiuſche laͤnger nicht mein Ach, 5 mir nicht, was ja jeder Weiß und andern liſpelt nach h
44
Tief erfeufst das schuld ge Mädchen, „Leider wahr, zu nahe, wein Nebwi nl Hier iſt unſter Liebe Grab! . 2
Unſre Freundſchaft iſt verrathen, Unfer Bund iſt ſchon bekannt; Alle meine Freunde wuthen, d Al das Haus iſt Sturm und Bra, i
Drohen, Schelten, Fluch iſt um mich | Vaters Strenge TER ae F
90 muß fort, e der Hunz. Alla weiß mit welchem Schmetz! *
Alte Feindes Wunden trennten Lange dein und unſer Haus; Wie denn, daß dein' edle e 1 | Allen Haß mir löschte aus. ee
.
Bob och! weißt du, wie ich zärtlich,
Brei vom jener Stolz und Groll, Liebte dich, ob ich vom Vater Gleich dich nimmer hoſte wohl.
Wohl ach!l weißt du, wie ſo graufam
Meine Mutter mir verſuhr,
7 Was ic ausm, dich zu ſehen
Aden und Frühmorgens nur.
e kann ich nun nicht ſtreiten; Alle zwingen ſie mir ab
1 Far ſchwache Hand, und morgen
Muß ich in mein Ehegrab.
. Aber denke nicht, daß deine
Treue Zaida das verlebt. Ach! ſchon ſagt mein brechend Herz mie Daß es nicht mehr lange bebt.
Lebe wohl denn, ſüſſer Juͤnglin 0 Zu- ſehr leb' ich nur um dich!! Dieſe Schaͤrp', ein Abſchiedszeichen g l Wenn du's traͤgeſt, denk an mich! M
Bald, Gellebter, wird ein werthen Müͤdchen lohnen deine Treu zn
Sag ihr denn, daß deine Zalda um dich früh geſtorben ſey! „„
—
So betaͤubt, verworren goß ſie LITT Aus vor ihm der Liebe Schmerz. R Tief erſeufzt er, rief: „O Zalda. Brich, o brich nicht ſo mein Herz!
Kanſt du's denken, dich verlieren * Soll ich, und ſo ſeyn in Ruh?
Lieber todt zu tauſendmalen, Und der Alte todt dazu!
e 9 des aal. 5 ch Am ſoll bäh bie,
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„All umſon „ umſonſt, Alkanzor, Mauen, Wachen ſind ae |
1 2 erſtahl ich dieſen Blick noch, = mein Mädchen ſteht am Thor.
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* en hör ten Voter ſtuͤrmen, 1 € Horch, die Mutter tobt auf mich; | Ich muß fort! Leb wohl auf ewig! 5 e Alla leite dich!, —
e ’ * n 1 5 ’ - > f -"T 1 g * . ri N » > 4 ———— — ä —— ͤ —— * a i N * 1 * 4 1 DL h k * * 2 2 = en N 7 — \ u 4 * | h;
De % h en W
. 1 48 | gets Hl d Zen und elde. > _ Sranifd. |
Durch die Straſſe feiner Dme Wandelt Zaid auf und nieder Harrend, daß die Stunde komm.. Endlich komme, ſie zu ſprechen. D
Denket: nur von ihr Sin 8 Wird all meine Flammen kühlen. —
*
Und da ſieht er ſie! Am Fenſter Tritt hervor ſie, wie die Sonne Aufgeht in dem Ungewitter,
Wie der Mond im Dunkel aufgeht.
Leise tr lit ihr Zaid naͤher: Ai Ala mit die, ſchoͤne Mohrin! Iſt es wahr, was meine „ Deine Dienerinnen Magen?
it Du willt mich verlaſſen, 1 olleſt einem ſchuoͤden Mohren, 1 Bu: Der von deines Vaters Gütern = daun noch ankam, dich vermaͤhlen ?
Iſt es wahr, o ſchoͤnſte Zaida? Sage mir es, taͤuſche mich nicht,
4 Wolle mir es nicht verhelen,
Was ſo laut ja alle wiſſen!
Tiefgebeugt erwiedert Zaida: Ja, mein Guter, es iſt Zeit nun, 1 Daß ſich dein’ und meine Freundſchaft Trenne, weil es alle wiſſen.
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Um und an bin ich verlohren, Wenn die Sache weiter ſortgeht, Alla weiß, wie es mich ſchmerzet, Wies mich drücket, dich zu laſſen.
Du weiſt wohl, wie ich dich liebte, Troz des Widerſpruchs der Meinen, Weiſt, was ich mit meiner Mutter Fuͤr Verdruß und Kummer hatte,
Wenn ich dich zu Nacht erhartte, - Harrte, dich noch fpät zu ſehen; Dies auf Einmal mir zu enden, Wollen fie jezt — mich vermaͤhlen.
Bald wird eine andre Dame Schön und artig dein ſeyn Zaid, Die dich liebet, die du liebeſt, Weil du es verdienſt, o Zaid.
*
3 Tiefgebeugt der Mohr erwiedert, Hingedruͤckt von tauſend Kummer: »Nicht verſteh' ichs, ſchoͤne Zaida,
Wie du mit mir alſo handelſt?
Nicht verſteh ichs, wie du alſo Wechſelſt meine treue Liebe? Einem haͤßlich ſchlechten Mohren, Der ſo groſſen Guts nicht werth iſt.
Warſt du's, die auf dieſer Stelle Zu mir ſprach, noch jenen Abend? Dein bin ich, dein bin ich ewig! Dein, o du mein Leben, Zaid!,
33
9 Zaid an. Zalda
Spaniſch.
Schoͤne Zaida meiner Augen! Meiner Seele ſchoͤne Zaida! | Du, die ſchoͤnſte der Mohrinnen, Und vor allen Undankbare.
Du, aus deren ſchoͤnen Haaren Amor tauſend Neze ſtricket, * Drinn ſich, blind von deinem Anſchaun, | Tauſend freie Seelen fangen !
Welche Luft empfandſt du, Stolze, Dich mir alſo zu verändern ! Weiſt, wie ſehr ich dich anbete,
Und begegneſt mir nun alſo!
83
Ach wie übel, ſüſſe Feindin, Liohnſt du meine treue Liebe! Da ſtatt Gegenliebe du mir Unbeſtand und Undank giebeft
Wie fo ſchnell find ſie entflogen Deine Worte, deine Schwuͤre! | Gnug, daß es die deine waren, } 7 Nahmen Fluͤgel fie und flogen.
Denke, wie an jenem Tage Du mir tauſend Liebeszeichen, Ach ſo zarte Zeichen gabeſt, Daß ſo zart fie welken muſten.
Denk, o denke, wenn dir, Zalda, 1 Dies Erinnern jezt nicht widert, Welch Vergnuͤgen du empfandeſt, Wenn ich deinen Pallaſt umzog.
54 | Wenn am Tage auf ben Punkt schnell Du hin an das Fenſter huͤpfteſ , Oder Nachts dich auf dem Balkon, Dich am Gitter ſprechen lieſſeſt.
Wenn ich ausblieb, oder ſaͤumte, | Me dich brannte; Aber nun, wie biſt du anders! Heiſſeſt mich, an Hof zu gehen.
E Heiſſeſt mich, dich nie zu ſehen, Nie dir Briefe mehr zu ſchreibe, Dir, der einft fo lieb fie waren, Und nun Unluſt dir erregen. BR)
Ach, o Zaida, deine Liebe, Deine Gunſt und ſuͤſſen Worte Haben ſich mir falſch entdecket, Haben dich mir falſch erwieſen.
3 D in u u nn 3
35
Kup, du bit ein Weib, o Zaite, Nur geneigt zum Uabeſtande, Beteſt an, was dich vergiſſet,
Aber haſſe mich, o Zalda, Dir in Nichts zu gleichen, will ich, 5 BVBaͤreſt du von hartem Eiſe, Mehr nur meine Flamme nähren,
0 Wil die deine Untreu lohnen | Mit viel tauſend Liebesängften, | 3 Denn, o Zaida, wahre Liebe Wird ſehr ſpuͤt nur unbeſtaͤndig. '
wee eee Zalde an Zaid. 4 Spanish. dae
a Hor, was ich dir melde, aid! Geh nicht mehr durch meine Straſſe,
| Sprich nicht mehr mit meinen Weibern, Noch mit meinen Sklaven ſprich mehr! 14
0 | 5 Frage nicht mehr, was ich n wer komm, mich zu beſucen e, Weiche Feſte mich eroduen?; 8 Welche Farben mir geſallen ?
Gnug an der, die deinetwegen Jezo meine Wangen fuͤrbet! Daß ich einen Mohren kannte, Der ſo wenig weiß zu leben. —
4 7
7
| 3 560 6 du biſt tapfer, 5 eee Haſt der Chriſten mehr erleget,
Als Blusstropfen in dir ſlieſſen!
Biſt ein wackrer ſchoͤner Reuter, Tanzeſt, ſingeſt, ſpieleſt lieblich, Biſt fo fein, fo wohlerzogen, Wie man ſich es nur kann denken;
ei und roth, daß nichts darüber! Stammeſt von berühmten Ahnen, DViiſt die Krone ſtets im Streite,
7 Biſt die Zier in Scherz und Spielen! Viel verlier' ich mit dir, Zaid!
| Wie ich viel mit dir gewann,
Und. — waͤrſt du nur ſtumm gebohren, War es dich zu lieben moglich.
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* 38
Aber um des Einen willen, S |
Muß ich, Zaid, dich verlieren,
Da, Verſchwender deiner Seele, ;
Du dir ſelbſt dein Gluͤck ja raubeſt.
Denn in Reden dich zu zahmen, Thaͤte es ja wahrlich Noth, dir Auf die Bruſt ein Schloß zu ſezen, Auf die Lippen einen Kadi.
Viel vermoͤgen bei den Damen Tapfre Maͤnner Deinesgleichen; Denn ſie lieben tapfre Maͤnner,
Die zerſtreuen, haun und ſpalten.
Aber kurz und gut, Freund Zaid, Wenn von ſolchen Gunſterweiſen
Du dir etwa Tafel giebeſt; 4
Rath ich dir: genieß und ſchweige!
514 D -
89
0 wars, was du secret, Gluͤcklich waͤreſt du, o Zald, Waͤſteſt du, dir zu erhalten, Was du 3 wuſteſt.
5
Aber wareſt du doch neulich Kaum heraus aus Tarfes Garten, Als du ja von deinem Ungluͤck Und von meinem ſo beredt warſt!
Einem mißgeſchaffnen Mohren Zeigteſt du, ich weiß es, jene Flechte, die von meinen Haaren Ich dir auf den Turban ſteckte.
Nicht verlang' ich ſie zuruͤcke, Noch, daß du das Nichts behalteſt, Aber wiſſe, Mohr! Du haſt ſie Jezt zum Zeichen meiner Ungunſt!
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Auch hab' ich es wohl erfahren, Wie du ihn für jene Luͤgen, Lügen, die für Wahrheit gelten, Nun herausgefodert habeſt.
*
Wahrlich, ein fo naͤrriſch Ungluͤck Macht mich lachen wider Willen, Wahreſt ſelbſt nicht dein Geheimniß; | Und ein andrer ſoll es wahren? r
Ich will nichts entſchuldigt hoͤren; Nochmals will ich dir nur melden, ” Daß du jezt zum leztenmale Mich hier ſſehſt, und ich dich ſpreche.
Alſo die verfhämte Mohrin Sprach zum ſtolzen Bencerrajen; Sprach noch, da ſie weg ſich wandte: *
„Wers fo macht, wird fo gelohnet!
— . k——ñ—
Sr og Be kr. 2 Zaida's traurige Hochzeit. 1 | Spaniſch.
*
—
Auf ging ſchon der Stern des Abends, Und die Sonne ging danteder, Und die Nacht, des Tages Feindin, Kam mit ihrem ſchwarzen Mantel:
Da ging aus mit ihr ein tapfrer Mohr, der glich dem Rodomonte, Aus Sidonja ging er zornig, Eilt die Veja hin nach Xeres.
Voll Verzweiflung er da eilet, Denn, troz ſeines edlen Stammes, Hat ihn ſeine Braut verlaſſen, Weil er ihr zu arm geduͤnket.
62
Und in dieſer Nacht vermaͤhlet Sie ſich einem ſchlechten Mohren, Weil er reich und in Sevilla War Alcalde von Alcazar.
Schwere Seuſzer aus dem Herzen
Thut er, uͤber ſolch ein Unrecht:
Das ringsum die Veſja toͤnet, Und die Scho mit ihm klaget:
Zaida ſprich, o du, ergrimmter Als das Meer, das Schiffe ſchlingee! Haͤrter du und unerbittlich, Wie des Felſens Eingeweide.
7
„Wie? Grauſame, kannſt du bebe, Nach fo viel erzeigter Liebe, ' Daß mit Pfaͤndern, die ja mein find, Sich ein Fremder damit zieret?
63
Iſt es möglich, daß du Liebe Annimmſt von der rauhen Eiche, Und läßſt dein geliebtes Baͤumchen Stehen ſonder Frucht und Bluͤthe⸗ Du verlaͤſſeſt einen Armen, Der wohl reich iſt, und erwaͤhleſt Einen Reichen, ha, wie duͤrftig! Wenn du Seelenreichthum kennteſt.
Du verfäffeft deinen edlen Gazul und ſechs Jahre Liebe; Gibſt die Hand dem Albenzaid, Den du ja noch kaum erkenneſt!
Nun ſo geb' es Alla! Feindin, 5 Daß er dich, wenn du ihn liebeſt, Tief verabſcheu und du weinen,
Eiferfüchtig muͤſſeſt ſeufzen!
64 | Daß im Bette du ihm Eckel, Ihm am Tiſch Verdruß erweckeſt, a Daß zu Nacht du keinen Schlummer, er 4 Tages keine Ruhe kenneſt. a ene \
Daß bei Tänzen und bei Feſten
Mie du deine Farben ſeheſti n!
Nicht den Schleier den du noͤhteſt, Nicht den Ermel, den du ſtickteſt.
Daß er den von ſeiner Bule, | Und mit ihres Namens Zuge, 1
Dir vor Augen trag', in Spielen ET Dir auch zuzuſchaun nicht goͤnne.
Nicht an Fenſter, nicht an Pforte; Damit diehs nur tiefer ſehmerze. 55 Und ſo haß ihn bis zum Tode, Und genieß ihn viele Jahre.
Al in ihn, (sr, 1 e e eee | = PEN iner wünſchen koͤnnen. a as, geb Alla, muͤſſ' dich treffen
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Stracks wenn du die aa 5 Fra
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mid den Schwuͤren,
Kr und ſchon machten viele Diener | 0 * n Zuge, liefen alle
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3 Dicht gerade vor den Gräutgam N . . Sezte Gazul ſich in Bügel: 2: e N Mächtig ſtieß er Teine Lanze, Ze. Srieß die Draft ihm n und u
Und der Plaz wird voller Aufruhr, Und der Mohr zieht ſeinen Saͤbel, Bahnet Weg ſich hin durch alle, Kehrt nach Medina zurück. n
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5 2 el Wenn ich ein Vöglein wär, und auch zwey Fluͤglein haͤtt, m ich zu dir; Well es aber nicht kann ſeyn, 5 e ich allhier,
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e On ich gleich weit von dir, . * Bin ich doch im Schlaf bey dir, And red’ mit bir:
Wenn ich erwachen thu,
Vin ich allein.
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| Be „ mein, Kin, ſchlaf fanfe und ſchoͤn N Mich da RR ſehr, dich weinen ſehn, Hi 1 . bin ich fo ſreh, m wimmerſt du — das ſchmerzt mich fo! schlaf fanft , du kleines Mutterherz, Den Wart macht mir bittern Schmerz. 7 e laf ſanft, mein Kind, ſchlaf ſanft und ſchoͤn! 7 W. dauerts ſehr, dich weinen ſehn. 25 g ter, as er zu mir trat,
1 aß, fo FEB um Liebe bat, 8 da kannt ich noch ſein Truggeſicht > + feine ſoſſe Falſchheit nicht. > lader! ſeh ichs, ſch ice en.
Wie nichts wir ihm nun beyde ſeyn. . al fanft, mein Kind, ſchlaf ſanft und ſchoͤn! m dauerts ſehr, dich weinen ſehn.
1 Hit] 1
® Pen eren m Mutter. 2
Ruh ſanft, mein Suſſer, ſchlafe noch! 1 * Und wenn du aufwachſt. lächle doch, 1 Doch nicht wie einit dein Vater 6 hi Der lächelnd mich ſo trogen S ix Behuͤt dich Gott! — Doch machts mir Schmer 5 Daß du auch trägft fein Gicht und Hetz. Schlaf fanft, mein Kind, ſchlaf ſanft anden | Wich dauerte ſchr, dich weinen rn *
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Was kann ich thun? Eins kann ich noch. Pi 125 Ihn lieben will ich immer doch! 7 17 1 Wo er geh und ſteh nah und fern, ae 5 Mein Herz ſoll folgen ihm ſo gern. 04 j In Wohl und Weh, wie's um ihn ſey, 7 Wan en nuch iner iim wohne lee Schaf fanft, mein Kind, ſchlaf sanft und ſchön! Mich dauerts ſehr, dich weinen ſehn. 2
TOR, Rice immer treu, Verlaß fie, nicht, zu wählen neu; 8 r gut und hold, verlaß fie nie — 12 ven ſchrecklich drucken ſ ! 1 e eee und ſhan! Mich dauerts ſehr, dich weinen ſehn!
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5 ſelt dein Vater von b wich, e Matt deines Vaters dich! . Mein Kind und ich, wir wollen leben; J Trübsal wird es Troſt mir geben — 1 men Kind und ich, voll Seligkeit, geſſen Maͤnnergrauſamkeit — a 2 chla ſanſt, mein Kind, ſchlaf ſanft und ſchoͤn! Wich dauerts ſehr, dich weinen ſehn.
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Leb wohl denn, ful feet Jung. gi IM Der je kein Wen taͤuſchen ſol ? b Ach jede, wünſch ich, ſeh' auf mich, 72 5 fa Trau keinem Mann und hate ſich! ar Wenn erſt fie haben unſer Herz, ki) Forthin machte ihnen bn Edna . Flak. Schul put mein Kind, ſch nd; 0 * | w dne . 0 n alen Teen ie 0 „ rene een de
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Von Liebe nicht verfuͤhret; | u ee Fraͤulein hatte nie | 5 Sein männlich Herz geruͤhret.
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Doch bald verlor ihr Auge Schein 85 Ar 8 Und Klarheit. Ihre Pi Erblaßten. Ihrem Angeſicht War aller Relz entgange Ed Sie fiechte lang und nie vertraut u a, a Ste Jemand ihren Kummer; Rt | 7 In Thränen floß ihr Tag dahin, 2 1 = Die Nacht in kurzem Schlummer.
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1 „ . 15 4 ; 9 4 Zi Mn 2 A 1
Einmal im Traume rief fie lau: N „Ach Heinrich, ſieh mich leiden! ER
o hart Geſchick! ich armes Kind N isn Muß liebeſchmachtend ſcheiden.
Doch ach — ein armes Maͤdchen muß e Muß Wahrheit ſchon verſtecken. 55
Als meine Lich" entdecken! und
Das hoͤrt — 7 " | 2 * — n | Der tranken Ben Nu 2 | Traum, ein Traum hat's ene, re w. fe b def benbe. ER E . em liegt und ſurbe,
N nun el be — 1 liebet. m
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2 5 des ER ee =;
| an Schnell ſchlug es auf in Flammen! . armes ungluͤckſeligs Kind! —
eh Doch wer kann mich verdam
105 f wur ich, zu zu Beſcheidene, mee!
| Was dir den Tod bereite? in ich komm', Und wie der Wind an er an chre Seite.
e ad er u * n 4 . 2 a » u we | ww 1 r . Es A cu Te a Fe
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„Erwach, erwach Holdſelige ?: | Erwache, * mei e Schone! ERS = 8 8 Ach hätte mirs geahndet je h NMicht Eine, Eine Thrane n Hbulſt du verweinet — Heinrich br u Mistraue nicht, erwärmet
. * 5 | SIEH auf, wach auf, vom Tode. Komm f Zurück in meine Arme l, I N Ri; | 1 . N f EL m. 05
Da kam die Holdentſchlafne noch er Einmat zurück ins Leben g. | Hub matt ihr Haupt und lächelt fanfe > 1 Und wirft mit Freudebeben G.. Um ihten Langgeliebten ich a Entzuͤckungsvoll! umfaßte 45 Den bone eee ee, a
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a mb. as Mädchen weinend,
| 5 t über Meeres Brillen
ER: . Warf Seufzer fie und Blick; A e konnts ihr Seufzer ſtillen, Der matt ihr kam N
N Bu Ein Daher e voll bee 0, N
o warum gingſt du Lieber,
1 Und trauteſt dich der er
* Dor auf, hoͤr auf zu toben,
f 2% 0 Sturm, und gönn ihm Ruh! Be in ber Bruſt eie Weben, |
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D. 25 war nne ae Der Sturm, er ſtöͤhnt mit ene
Am harten Fels ſaß ſi ,
mr * 1 aa al 9 ** — u WE ni > 2 * * r 1 1 >” * “ 78 2 *
Der Kaufmann S bonderg a „ Wergmölfend icht er dir NEE Mas iſt Verlieren Schaͤze, A Zu dem, was ich verlier? ige
Und wärſſt du ihn auf Küften . N | Von Gold und Demant bann; 9
Ein’ Reich're kann er finden, 7 By Ein Treu re wan. * Sr 3
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So ſeufzend, weinend lag fie, 4 Erharrend ihn zu ſeh n. 5 „ \ In jeden Sturm floh Seufzen n. A bee EUR Thran ; 127 Me ki; Als ſchnell auf weiſſen Wellen n . Ein blaſſer Leichnam fi wamm, Todt ſank auf ihn das Msn, | Es war rer N .
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Er 2 vor lieb — Haus Le wilt mit in grunen Wald?
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ih wil dir lernen den Vogelſang.
* Die giengen wohl mit einander um nr kamen an eine Haſel dort; de e kamen ein hleckchen weiter hin; * auf eine Wieſe gruͤn.
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| ® es bien ſie ins gruͤne Gras, Er bat, lieb Aennchen niederſaß, 22 Er legt ſeinen Kopf in ihren Schoss, 35 Mit heiſſen Thraͤnen fie ihn begoß.
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1 1 2 »Ach Aenuchen, liebes Aennchen mein, PN u Barum went du denn fo. ſehr r Weinſt irgend um deines Vater Gut? Oder e um dein junges Dur?
Oder bin ich an nicht schön mg, 83 2 GR »Ich weine nicht um meines Vaters Gut,
Ich wein auch nicht um mein junges e. Und, Uleich, biſt mir auch ſchͤn genng.
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Da droben auf e 2:0 u. Eilf Jungfraun ſah ich hangen „ 2 „Ach Aennchen, liebes Aennchen mein, 2 * kr Wie bald ſollſt e die zwoͤlſte ſon „ 51
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„Soll ich denn nun die zwölfte ſeyn ? 25 N Ich bitt, ihr wollt mir drey Bay Den erſten Schrey und den ſie that. Sie ruſte ihren Vater an. 10
ander: dam und den fie that, Sie ruft ihren lieben Herr Gott an. De 1 dritten Schrey und den fie. that, Sie r ihren juͤngſten Bruder an.
50 — ſaß beim rothen kühlen Wein, De der | Schall der fuhr zum Fenſter hinein: „Ho er. Brüder alle, 5
ie Schweſter Kon aus dem Walde
A ö fein, lieber Ulrich mein, Wo haſt du die juͤngſte Schweſter mein 2, der 5 en auf jener Linde, Ichwarzbraune Seide thut fie ſpinnen „
ar find deine Schuh fo blutroth ?,, e 1
Warum ſollten ſie nicht blutroth ſeyn? 0 fo0ß ein Turteltäubelein.,
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„Das Zurteltäublein, das du erſchoßt, na Das trug meine Mutter unter ihrer Bruſt. „
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dieb Aennchen kam ins tiefe Grab, Schwager Ulrich auf das hohe Rad, Um Aennchen ſungen die Engeln, um Ulrich ſchrien die Raben klein.
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vide 2 us, 1 | Jh 8 Beſpraͤch König Juans und Abenamars.
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e Abenamar! oh aus dieſem Mohrenlande, r Tag ’ der dich gebohren,
te fhöne groſſe Zeichen;
3 An ihm ſtand das Meer in Ruhe, f 1 I der Mond, er war im Wachſen;
8 wer unter ſolchen Zeichen
Wat o gehen, muß nicht RR |
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Die dort ſtehn und wiederglaͤnzen Tas
Drauf erwiederte der Mohr ihm: (Wohl vernimm es, was er fagte!) Neue Mein, Sennor, ich luͤge dir nicht,
Ob es mir das Leben koſte.
Denn ich bin Sohn eines Mohren, * Und einer gefangnen Chriſtin; 2 Und noch war ich Kind und Knabe, 3 Als die Mutter oft mir ſagte:
8 Sohn, das muſt du immer! Lügen, Sohn, iſt nieder Um beswillen frage, Könie, win Und ich will dir Wahrheit reden.
eo
„Habe Dank, Mohr Abenamat, Daß du alſo hoͤflich redeſt. RUN Was ſind das für hohe Schloͤſſer, *
85
Dies, Sennor, iſt der hanna, N) Und das andre die Mesquita; Jenes find die Alijareů Wundernswüͤrdig aufgeführet,
Und der Mohr, der auf fie führte, | Hatte Tags hundert Dublonen,
Aber wenn er nicht am Bau war, er er Tages hundert zahlen.
4 Jenes ift der Gen'ralife, “*) It ein Garte ſonder Gleichen. Diefe Thuͤrme find. Bermejas, Sind ein Schloß von groſſer Veſte.
9 Das Schloß der Mohriſchen Koͤnige. S. Pluͤers Reifebeihr., Ebelings Ausg. S. 322 u. f. Mes⸗ | auita, die koͤnigliche Moſchee.
N ) Ein Luſthaus und Garten.
86 2
Da erwiedert König Juan: . ee (Wohl vernimm es, was er ſagte! ) Wenn du es, Granada, wollteſt, 1 Wollt ich mich mit dir vermahlen, N Gaͤbe dir zur Morgengabe 7 2 u Mein Cordova und Sevilla. |
al 2 ii 1 ns 14
„Bin vermähfet, König Juan, 4 du Bin vermählt und bin nicht Witwe; Mein Gemahl der Mohrenkoͤnig, 1 Liebt mich, als ſein groſſes Gut. | m
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9 0 2 Burg F- | | | 18. | Asenamars unglüctliche Liebe.
Spaniih,
2 In den Gaͤrten Almeria Lieget da Mohr Abenamar,
| Sein Geſicht gekehrt zum Palaſt * Seiner Mohrin Galiana.
Statt des Kiſſens fein Albornos, 0 Ya Tartſche ſtatt des Teppichs, Seine Lanze längs dem Boden; Viel iſts, daß fo liegt die Lanze.
Um den Sattelknopf geworfen Haͤngt der Zaum; hinangeſchlungen Mit der Trenſe zwiſchen zweien Linden geht ſein Pferd und graſet.
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Mandel: traurig hangt die Dläth, Iſt verfenat vom ſcharfen Don. Der die * alle toͤdiet. |
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he sub 19, 84 Schiffer. Schottiſch. * Der ‚König ſizt in Dumferlingſchloß, 5 Er trinkt blutrothen Wein, uV wo treff ich ein 'n Segler an, | Dies Schiff zu ſegeln mein ?, | Auf und fprach ein alter Ritter, . Saß rechts an Könige Knie) 1 „Sir Patrit Spence iſt der beſte Segler, AQ2fnm ganzen Land allhie. „ | Der König ſchrieb ein'n breiten Brief u Verſiegelt ihn mit feiner Hand, Und ſandt ihn. zu Sir Patrik Spence, Der wohnt an Meeres Strand. 6
90
Die Erſte Zeil Sir Patrik las, Laut Lachen ſchlug er auf; Die zweite Zeil Sir Patrik las, Eine Thraͤn' ihm folgte drauf.
0 wer, wer hat mir das gethan? Hat wehgethan mir ſehr!
Mich auszuſenden in dieſer Zeit? Zu ſegeln auf dem Meer.
Macht fort, macht fort, mein? wackte deut,
Unſer gut Schiff ſegelt morgen. „O ſprecht nicht ſo, mein lieber Herr, Da ſind wir ſehr in Sorgen.
Geſtern Abend ſah ich den neuen Mond, Ein Hof war um ihn her.
Ich fuͤrcht, ich fuͤrcht, mein lieber herr, Ein Sturm uns wartet ſchwer. ,
a sa du a u 1 2 *
* | 91
D edle Schotten, fie wußten lang, Bu wahren ihre Korkholzſchu; Doch lang uͤberall das Spiel geſpielt, Schwammen ihre Hüte dazu.
2 O lang, lang moͤgen ihre Frauen ſizen, 5 Den Fächer in ihrer Hand;
Eh je fie ſehn Sir Patrik Spence
5 Anfegeln an das Land.
0 lang, lang mögen ihre Frauen ſtehn \ Den Goldkamm in dem Haar, 3 Und warten ihrer lieben Herr'n,
Sie ſehn ſie nimmer gar.
Dort über, ber nach Aberdour!
Tief Funfzig Fad'n im Meer, Dia liegt der gute Sir Patrik Spence, * Sen Edlen um ihn her.
4
f 20. e c Annchen von Tharau. Aus dem Preußiſchen Plattdeutſch.
>
Annchen von Tharau iſt, die mir gefällt; 125 Sie iſt mein 3 mein Gut und mein Gelb. Ku
Annchen von Tharau hat wieder ihr Herz Auf mich gerichtet in Lieb' und in a
Annchen von Tharau, mein Reichthum, mein Gut, Du meine Seele, mein Fleiſch und mein Blut!
Kaͤm' alles Wetter gleich auf uns zu ſchlahn, * | Wir find geſinnet bei einander zu ſtahn.
| Dol unſrer Liebe e 2
3 he al ein Palmenbaum über ſich ſteigt, 8. mehr ihn Hagel und Regen anſicht;
* 5
er & wird die ie in uns maͤchtig und groß Durch Kreuz, durch Leiden, durch allerlei Noth.
* — *
i Wourdeſt du gleich einmal von mir getrennt, KLedbteſt, da wo man die Sonne kaum kennt; RER,
Ich wil dir folgen durch Woͤlder, durch Meer, Durch Eis, durch Eiſen, durch feindliches Heer.
Annchen von Tharau, mein Licht, meine Sonn, Mein Leben ſchließ' ich um deines Barum,
Was ich gebiete, wird von dir gethan, Was ich verbiete, das laͤſt du mir ſtahn.
Keranthet, Werſolgung, Veträbniß und Pem
Was hat die Liebe doch fuͤr ein Deſtand, l | 5 Wo nicht Ein Herz iſt, Ein Mund, Eine Hand?
Wo man ſich peiniget, zanket und fchlägt, , Und gleich den Hunden und Kazen betruͤgt? *
Annchen von Tharau, das woll'n wir nicht thun; 3 Du bift mein Taͤubchen, mein Schaͤſchen, mein J Huhn. | 3°;
| 1 | Was ich begehre, iſt lieb dir und gut; 3 Ich laß den Rock dir, du läßt mir den Hut?! 9 *
Dies iſt uns Annchen die ſüſſeſte uh. Ein Leib und Seele wird aus Ich und Du.
Dies macht das Leben zum himmlischen Reich, Durch Zanken wird es der Hölle gleich. +
Mer at: Sr * 1 0 * 1 ni a Me we 21,
r l drey Fragen.
af: Ein Straſſenlied.
9 Engliſch.
7 4 rn
® 1 857 J * N Kb: 1
9 7 war ein Ritter, er reiſt durchs Land, n ein Weib ſich aus zur Hand.
0 . ine une She Drei ſchoͤne Tochter trat n herfüͤr. | x
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Der Ritter, er ſah, er ſah ſie lang; Zu wählen war ihm das Herz ſo bang.
*
| Weer antwort mir der Fragen drei, N Zu willen, welch’ die Meine ſei?
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„Leg vor, leg vol uns die Fragen drei, Bi Zu wife, 1 die Deine ſey z 5 Zu |
„O, was iſt laͤnger, als der Weg daher ? Oder was iſt tiefer, als das tiefe Meer?
Oder was iſt lauter, als das laute Horn? Oder was iſt ſchaͤrſer, als der ſcharfe Dorn? *
Oder was iſt grüner, als grünes Gras? | g Oder was iſt ſchlimmer, als ein Weibsbild was? „ Die Erfte, die Zweite fi fie fannen nach, W 05
Die Dritte, die jüngfte, die Schoͤnſte ſpruch: >
„O Lieb iſt laͤnger, als der 85 daher, Und Hoöͤu iſt tiefer, als das tiefe Meer.
Und Donner iſt lauter, als das laute Horn, Und Hunger iſt fehärfer, als der ſcharſe Dorn.
und Gift iſt grüner als das grüne Gras, | und 7515 iſt äuger, als ein REN was
33
*
5 Pat: un fie die Fragen beantwort't fo, Ritter, er eilt und waͤhlt ſie froh.
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e Erft, die Zweite ‚ fie ſannen nach, Ind Bi def ihn'n jezt. ein Freier gebrach.
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8 Dr um 1 liebe Maͤdchen ſeyd auf der Hut, igt a “u ae antwortet 2
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98 Die Wieſe. Eng li,.
Ich ging einſt einen Fruͤhlingstag, 5 Wo alles ſchoͤn und luſtig lag, Re | Kam an ein einſam Sommerhaus, Ein liebes Mädchen trat heraus,
Und weint' und ging und ſang betruͤbtt?
„Ach, wer hat je, wie ich, geliebt!
Sie ging die Wieſe ſtill umher, Und rang die Hand und ſeufzte ſchwer; Dann pfluͤckte fie ein Bluͤmchen ab, Wie's hie und da die Wieſe gab, | Maasliebchen, klein' Vergiß mein nicht, Und ſeuſzte: „ach er liebt mich nicht le,
99
3 Fel eie band die Blumen in ein Bund, Weine’ noch einmal aus Herzensgrund:
„ Vergiß mein nicht! hier bind ich dich,
sen um mich! — Ja, ich bin betrüßt; ir hat mich nicht, wie ich ihn geliebt.
PN Nun hatt fie Buſen voll und Schoos, Und ach! nun ward ihr Schmerz zu groß; Sie goß die liebe Buͤrd' hinab;
Legt, ſprach ſie, ſeyd mein ſanftes Grab! u. nd ſank dahin — ein ſtilles Ach
Von Lieb’ und Leid ihr Herz zerbrach.
‚Sir wen? — Maoasliebchen, ſchauſt auf mich,
* 3 Da u 1 9 ze ad
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23. 5 Ra ur 985 Röschen und cen,
„ SEußliſg . Be
\
Habt ihr geſehn eine Lilie, Die ſinkt in Regenzeit?
Ach fo ſchwand Roͤschen hin, fie ar Vor Wang
I *
Als dreimal in der dunkeln Nacht Die Todtenglocke klang, 3 *
Dreimal die Eul ans Fenſter ſchlug, N 2 Und: „Mit! Komm mit! „ ihr Ins; |
Das liebe Mädchen wuſte wohl, Zu wohl, daß ihr das gilt; Die Schweſtern ſaſſen rinasumher, 17 Und grauſ'ten eingehällt- | 4
He
Die ſpricht: Komm mit mir fort! = ſeh ein Hand, ihr ſeht fie nicht, 2 e wintt mir, winkt mir dort!
€ 9 — 1 es denn, ein treulos Herz, f Ein Braͤutgam tödtet mich. 1 8 ich dafür, daß feine Braut de dreimal mehr als ich?
= O Kolin, gib ihr nicht dein Ja! Dies Ja iſt laͤngſt ſchon mein. und du, o Braut, nimm nicht den Kuß! Der Kuß, er iſt nicht dein.
N N a fickt euch an zum Hochzeitfeſt, a Geht morgen zum Altar; Du armes Mädchen, falſcher Mann, Auch Röschen iſt alldar!
3 80 bir ein’ Stimm’, ihr hört fie nicht,
1
182
Ihr Brüder, morgen tragt ihr wich, f 8 605 Tragt mich an ſeiner Seit; * = 9 1 Er zieht, geſchmuͤckt als Sräueigum, > a x 2
80 ſchmuͤckt ein * SR *
Sie ſprachs 0 ſtarb. Man trug den Sarg Trug ihn an ſeiner Seit; n Er zog, geſchmuͤckt als Braͤutigam Sie ſchmuͤckt ein 8
Ach Bräutigam, wie war dir da? £ Wie war dir da, o Braut? 1
Der Brautreihn flog um Roͤschens Sarg, Das ganze Dorf weint laut.
Verwirrung, Angſt den Braͤutgam faßt, m Verzweiflung faſſet ihn; 5 1
Schon dunkelt Tod auf ſeiner Stirn. Er aͤchzt und ſinket hin.
— 3 *
103
| un ad du Braut, nun Braut nicht mehr, Wo iſt dein Hochzettroth ?
Sieh feine erſte Liebe da,
Ay Sieh deinen Braͤutgam 8 “
55 2)
| 7 7 Die Nachbarn : Schäfer legten ihn In ſeines Nöechens Gruft; Du liegt er nun, Ein Staub mit ihr; 5 Bis dan Stimme ruft.
N 15 \
im oft geht noch ans heil'ge Grab Ein treuverlobtes Paar, un binden Liebesknoten ſich,
2 And bringen Kraͤnze dar. Du aber, Falſcher, ſey gewarnt,
* Und nah dich nicht herzu, Gedenk an Kolin, fleuch und ſtoͤr' ITI nicht aus feiner Ruh.
104
. Die luſtige Doclelt Ein Wendiſches Spottlied.
*
— —
Wer ſoll Braut ſeyn? Eule ſoll Braut ſeyn. Die Eule ſprach Kir 34 ihnen hinwieder, den Beiden: Ich bin ein ſehr greßli) Ding, Kann nicht die Braut ſeyn; Ich kann nicht die Braut ſeyn!
Wer ſoll Bräutigam ſeyn? Zzunkoͤnig fol Bräutigam ſeyn. Zaunkönig ſprach Zu ihnen hinwieder, den Beiden: Ich bin ein ſehr kleiner Kerl,
Kann nicht Bräutigam ſeyn! Ich kann nicht der Braͤutigam ſeyn!
Mer foll Sraurfäßrer ſeyn?
5 FEN ſoll Brautführer ſeyn. Die Kraͤhe ſprach | er ihnen hinwieder, den Beiden:
8 Ich bin ein ſehr ſchwarzer Ker,
Kann nicht Brautfuͤhrer ſeyn;
1 9 kann nicht r ſeyn!
ur
N *
* Wer ſoll Koch ſeyn? Wolf foll der Koch feyn.
Der Wolf, der ſprach
Zu ihnen hinwieder, den Beiden: | 9 ch bin ein ſehr tückſcher Kerl, Kann nicht Koch ſeyn;
Ich kann nicht der Koch ſeyn!
Wer ſoll Einſchenker feyn ? 1 Haſe ſoll Einſchenker feyn. + Der Haſe ſprach Zau ihnen hinwieder, den Beiden!
ne *
W 4
106
Ich bin ein ſehr ſchneller Kerl, Kann nicht Einſchenker ſeyn; Ich kann nicht Einſchenker ſeyn!
Wer ſoll Spielmann ſeyn? Storch ſoll Spielmann ſeyn. Der Storch, der ſorach Zu ihnen hinwieder, den Beiden: Ich hab einen groſſen Schnab'l, Kann nicht wohl Spielmann ſeyn; Ich kann nicht Spielmann ſeyn!
Wer ſoll der dic ſeyn? Fuchs ſoll der Tiſch ſeyn. Der Fuchs, der ſprach Zu ihnen hinwieder, den Beiden: Schlagt von einander meinen Schwanz. So wird er euer Tiſch ſeyn; So wird er euer Tiſch ſeyn!
— 1 *
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*
„Guten Tag, guten Tag, liebe Hasel mein,
I.
| Dis Minden und die benhane 8 Dieutſch.
E, wollt ein Maͤdchen Roſenbrechen gehn
x Wohl in die gruͤne Heide.
Was fand ſie da am Wege ſtehn?
Eine Haſel, die war grüne.
Warum biſt du fo gruͤne ?,, 8 „Hab Dank, hab Dank, wackres Maͤgdelein, Warum biſt du ſo ſchoͤne ?
f „Warum daß ich ſo ſchoͤne bin, Das will ich dir wehl ſagen:
Ich eß weiß Brod, triuk kühlen Wein, Davon bin ich ſo ſchoͤne.,,
110
„Ißt du weiß Brod, trinkſt kuͤhlen Wein, Und biſt davon ſo ſchoͤne: KR So fällt alle Morgen kühler Thau auf mich, Davon bin ich fo grüne. , N
„So faͤllt alle Morgen Fühler Thau — oh, und biſt davon fo grüne? * Wenn aber ein Mädchen ihren Kranz al Nimmer kriegt fie ihn wieder.
„Wenn aber ein Maͤdchen ihren Kranz will behalten, Zu Hauſe muß ſie bleiben, doe h Darf nicht auf alle Narrentänz' gehn; Die Narrentaͤnz' muß ſie meiden. *
„Hab Dank, hab Dank, liebe Haſel mein, Daß du mir das geſaget, N Hit mich ſonſt heut aufn Narrentanz . Zu Kaufe will ich bleiben., Ä
d 5 s Nindens um v bre Garten. Be
Auf 7 ſinge, Mädchen; Nicht! O, warum nicht? 5 O, warum aufgeſtuͤtzet? * Dein Arm wird dir erſterben⸗ 8
. A ˙¹w-r ͤ( K ˙¹ 1 3
Wes kann ich fingen, Und frölich werden?
Mein Gäͤrtleln it verwüſtet, Ach, jaͤmmerlich verwüftet !
Rauten zertreten, Roſen geraubet, Die Liljen weiß, zerknicket, Der Thau gar abgewiſchet!
*
*
Kr" O weh, da konnt ich Mich ſelbſt kaum halten,
Sant hin im Rautengkelin Mit meinem OR Kranze.
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| | Ri * eied vu junge en Reuters.
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Mit frühem Morgen 8 Sey ſchon mein Pferd gefüttert. Oo bald's nur taget, | Mit Sonnenaufgang
* Muß ich von hinnen reiten.
2 * 5 Lai
. ee * Nee r ? = 0 9 | Da ſteht mein Vater,
8 Da mir zur Seite ſteht er | Derr alte Vater, N Draͤngt ſich an meine Seite Es ſteht mit mir zu sprechen; Er ſpricht, mich zu ermahnen, 3 Und mich ermahnend weint er. | 0
14 Still, weine nicht, mein * Still, weine nicht, mein Alter! So friſch ich weggetrabet,
So friſch trab ich zuruͤcke, Um dich nur nicht zu kraͤnken.
— ars 7 Et, mein Brauner, Wohin ſtreichſt du? e Wohin ſchnaubſt du ? 1 Wohin wirſt mich tragen? Ei in Krieg hin „ *
Hin in fremde Lande! Dahin ſtreichſt du, Dahin wirſt mich tragen.
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* „) 7
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1756
Dieſer Sack mit Haben? Oder dieſer junge Reuter
In dieſer Reuters⸗Livrei, Mit dem blanken Saͤbel ?
Vas zu aner Wird der lange Weg mir,
Und dieſe Nacht, ſtockfinſter, N f Und dieſe gruͤne Heide,
und dieser schwarze Möraft — — —
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16
EF e zu — - Fr * 2 * = - i 1 * * 1 | * N h j T N | 5
| 4 * a 10 . en. Ei, mein Pferd, mein Pferdchen, Du, mein lieber Brauner, S. | Du, warum nicht freſſen Reinen, ſchoͤnen Haber ? IWW E 9 . 7. na nf 1 2 Mr 77716 155 017
1 7
Wird Nr wobl u bn de; Diefe weite Nele. Diefe weite Mei, u: Zweimalhundert Meilen?
Neun Gewaͤſſer find wir Schwimmend durchgeſchwommen; Noch in dieſen zehnten Laß hinein uns tauchen!
/ u A u u Fr N — = * *
25 ba. hielt im deen 38 % . Einen Weidbaum ſeſte.
Ei du Weidbaum, Weldbeum, exe du noch und grüneft? Sollſt nicht länger grünen Aus ben Sommer aber.
| ga, ich ‚will dich fit, Deine Zweige kappen,
Will aus deinem Stamme Bretter ſchneiden laſſen, Kleine weiſſe Bretter.
Davon will ich bauen Kleine weiſſe Wiege Fur mein junges Maͤdchen; Und aus deinen Aeſten Will ich diehlen laſſen Meiner Pferde Schauer.
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1216
Art: D eee re 2 Re, 55 Bom wrwuvbeten Raben |
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N 1 Im — Dad Ver 8 a . - Li - * 4 4 4 * .
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Es wollt ein PHP 60 auſſtehn, . ; Und in den grünen Wald ſpazieren gehn ·
Und als fie nun in den grunen Wald n Ei Da fand fie einen verwundeten Knab n.
* .— — *
Der Knab, der war von Blut ſo roth, Und als ſie ſich verwand, war er ſchon todt.
j ’ f Wo krieg ich nun zwei Leidfraͤulein, | Die mein feines Liebchen zu Grabe wein 'n?
Fe lang fon ich denn trauten gehn ? Vis alle FM. e gehn ?
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Wa ; | gehn nicht zusammen, e. een Trauren kein Ende hen.
N y . 5 5 * Dee 1 1 - 74 „ Fee an . * 4 u Fr ii 0 * . 1 * 13/0 Yan 1 U = 1 8 1 4 * Pen 2 E 4 — f 5 = ' ** P} + . ö N 5 52 4 \ 5 4 0 * N . 175 A I
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e eee nun * rt Die Juden te chen = ae N 8 e n 01 Fi u je i an —— ee en e 8
De Regen, er unt durch „bt, Rinnt ab und nieden den De So thun die Knaben in Witrilanpf Y sem Wau rennen fie o. 2
Da naus und un die Judentochter, A Sprach: wit du nicht kommen bon
„Ich will nicht kommen, ich kann nicht kr Von allen Geſpielen mein: „
KN “iR . 0
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Sie ſchaͤlt einen Apfel, war und roth 8 W 0 Zu locken den Knaben hinan. 75 N
Sie ſchaͤlt einen Apfel, war weiß und roth, *
Das ſuͤſſe Kind der gewann. 4
AR 15. 1 A ung med pe an hun We
| Die hatt's verſteckt beiher ; 5 en 6— e Kein Wort ſprach nimmer er wehr.
9. 4
und aus und kam das dick d Stu „
Aud aus und kam es ſo dann /
und aus und kam s Kinds Larne, 1 5 da war kein Leben mehr in.
ei lig ihn auf ein Schlachtbrett hin, 855 Schlachet! ihn ein Chriſtenſchweln,
| Sprach lachend: m und ſpiele nun da + . Mit allen Geſpielen dein!
er sole in in einen Kaſten Blei z »Nun ſchlaf dal, lachend fe: nuf;
ie warf ihn in ein'n tiefen Brunn
Le funfzig Faden tief.
Als Betglock klang und die Nacht einde Jeede Mutter nun kam daheim; 5 Jede Mutter hatt ihren herzlieben s je
Nur Mutter Anne hatt kein n.
Sie rollt ihren Mantel um ſich her, n b Fing an zu weinen ſehr, att 4 Sie rann ſo ſchnell ins Inden Caſtell, 0. 4 e ach! wachte mehr: . 5
\
„Mein liebſter Hoͤnne ö n guter Hanne.
Euren Sohn da findet ihr!
Mutter Anne rann zum tiefen Brunn, Sie fiel danieder aufs Knie! „Mein liebſter Hönne, mein guter Hoͤnne,.
O antwort, biſt du hier ,,
dr „ , fir — u Ur, Kein a Bon ſprech nimmer ich mehr.
Geh he Br heim, mein Mutter An, , 7 Wach mir mein are |
\ Daheim da hinter Mirrilandſtad :e Er RR U Selk, 25 4
{ £ £ * = * [ . 1 1 51 | * L 1 L: 3 + * 2 | ir | | 1 * de 5 a 1 + * r n 5 * u ä f 1 + wide - D ? a 1 * * 7 Ab, 1 5 47 1 0 A. r * = si 4 N * # N E 2 = * * F 3 * ds = 7
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Ich ſeh kein Leid . Du wirſts
Als fie lieb“ Wilm und feine Braut 1 .
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Es traf ſich an, dum Sommert En *
Zwei viebende ſaſſen rauf’; ii ia
Sie ſaſſen zuſammen den langen Ta a Be Und fprachen ſich noch Lr |
, Watzreth, r nicht ſehn ee Vor eilf Uhr Morgens wird vor dir So
Ein’ reiche DR gehn.
Schoͤn Gretchen ſaß am Fenſter dad ER Und koͤmmt ihr goldnes Haar,
Anreitend ward gewahr.
145
8 een ge 1 1 be * — * Kam nimmer lebend hinein.
*
1 und alle ſchlaſen Abe: dt Da kam der Geiſt der ſchön n Wergreih Und fand aa Wilhelms Bett.
— du noch, ſuͤſſer Wilhelm, ſprach ſie, Leieb Wilhelm, oder ſchlaͤfſt?
| Gott geb dir Hlück zum Brautbett dein,
| Und mir zur Leichenſtaͤt! ,
Nacht war um und der Tag brach an, Und auſwacht Herr und Knecht,
; Der Braͤutgam zu ſein' r Leben ſprach: 5
ie Schar, ich weinen un
* 2 . #
*
126
* träumt einen Traum; mein liebes e won ese um f nimmer 5 —
1 e ER | * 7. N 8 „So ein Traum, ſo ein Traum, me
So traͤum n iſt nimmer gut; au; * Zu traͤum'n das Haus voll rothem Vieh, Dis Brautben voll von Blut,
ey, ei
Auf rief er all feine wackre Leut ; Bi
Bei Eins und Zwei und Drey n, 94 Sprach: „* ich muß hin 3
Du laͤßt mich, Lieb
Und als er kam vor Wergreihs Baus, NT Er zog wohl an die Klink; ul!
Und wer fo ſchnell, als i * 5 0 we a Zu laſſen an |
Dig, bünte, 19 ſche e
. Was keiner thut um dich, Wil kaſſen deine Lippen blaß,
Nicht laͤchelnd mehr auf mich. „ A
Enſprachen da Pi fieben Brüder, Gar tra in en fie drein: „Ihr moͤgt 9 e junge Braut,
Leu n ae ea allein !,,
N Und kuͤſſ' ich denn meine junge Braut., * :
Tuhyu ich nur meine Pflicht. Der armen Leiche gelobt ich nie, * Zu Tag und nicht!
00 wil, lieb Gretchen, um dich thun,
— 5 1
126 en nun theilt, nun theilt, wette wache h Their aus euch Kuchen u * Was heut ihr theilt auf ene a 1 a
Dol * w auf meinen ſeyn * N | di |
a a Schön Gretchen ſtarb heut; ſtarb fie heut, de
So ſtirbt ihr Siem wege, * Schön Gretchen farb aus treuer Lieb,
dus Alena Fr eaten,
Lieb Wigan u Aus ihrer Bruſt eine Rof? ı n
Aus ſeiner entſprat
1 1 Sie wuchſen hinan) zum ER Gira, at, Da konnten fie nicht höͤhr z
Da chungen fi fh zun Liezen, *
= ene ge vf un *
b * 89 95 * Ein Ge fang 2 N
an 2 & oh Ki Ku u
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Mübs eilig und ODito Sen r Morlackiſch. re *
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wenig ch. 8
ei 8. 3
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1 |
choͤn zu ſchauen find bie bebe Rosen In dem weiſſen Pallaſt des Laßaro: i W.lche ſey die ſchoͤnſte und die liebſte 23 ö Und die holdeſte, kann niemand ſogen.
u 1
. —— — N “ Ne u
Roſen finde nicht, find nicht rothe R Sind die ſchoͤnen Toͤchter des RT Des Gebieters uͤber Servjas Ebnen,
Ven den alten BVanen ihm vererbet. 25 x
Wohl vermaͤhlet hat r Wohl an groſſe Herren. N
f
3 Bajazet bekam weülga; aber Nicht fo ſerne ging zu ihrem Manne Selina, die Braut des edlen Feldherrn, Des Juria Czarnowich in Zentas —
Ker war hin. Drei Swen kamen
Ihre liebe Mutter zu beſuchen,
| Nur Miliza, die Czarinn, kam nicht,
Denn Czar Behazet hatt's ihr verboten; x
1 e. 4 *
5 *
N
1
Alle gaben freundlich um die Wette Sich die erſten Gruͤſſe; aber ſchleunig V Glimmet Zwietracht unter ihnen, jede Vaänget chern Ehherrn an zu loben In dem weiſſen Pale e Lazare⸗
5
137
Zelina begann zu ruͤhmen: Fuͤrſtin, Einen ſtolzern Mann hat keine Mutter | Je gebohren, als meinen Juria. „ ee K Brankowich Gemahlin: „einen groͤſern Maͤchtigern, beruͤhmt ern, als mein Vuko , Hatte keine Mutter. „ Und die Gattin Cobilichs, die ſtolze Vukoſſava,
Lachte laut und ſprach zu ihren Schweſtern: „Hoͤret endlich auf, ihr armen Weiber! x Pralet mir nicht mehr von eurem Bub, Der an Ruhme nur ein armer Held iſt, Lobet mir nicht mehr Juria, der ja 7 Weder groß iſt, noch von groſſen Ahnen. 5 \ Aber ruͤhmt mit mir den edlen Milos, ö Von Neu Pazar, der ein ſtolzer Krieger 5 Selbſt iſt und von ſtolzer Krieger Blute * B Aus Erzegorina., Da entbrannte . Die Gemahlin Vukos auf die Rede
Ihrer Schweſter, hub von Zorne trunken „Ihren ſtolzen Arm und ſchlug die ea,
2
133
Leichte war der Schlag nur, aber Tropfen Bluts entfloſſen Vukoſſava's Naſe;
Auf die Fuͤſſe ſprang die junge Gattin,
J Kehrte weinend heim zu ihrem Pallaſt,
Klagte ſchluchzend, weinend ihrem Milos, Alſo klagte fie mit leiſer Stimme:
* „O mein liebſter Herr, wenn du es wuͤſteſt, Was die freche Brankowich geredt hat, Sagt, du ſeyeſt nicht von edlem Blute,
4 Noch daß je es deine Väter waren.
a Seyſt ein faules Aas, und faulen Aaſes
Pr Sey dein Urſprung. Iſt fo kuͤhn, zu plaudern, b Daß mit Vuko, ihrem Herren, du dich 4 In das Feld zu wagen, zu dem Zweikampf
2 Micht erkuͤhneſt, denn es fey ja deine 0 Rechte ſchwach und kraftlos, Ha, das ſtach ihm In der Seele. Auf die tapfern Fuͤſſe Sprang er zornig, ſattelt ſchnell fein Roß ihm Aus zum Zweikampf, rief mit lauter Stimme Zu ſich Vuko Vrankowich: „Freund Vuko
. Stoffen maͤchtig zu; die Lanzen brechen
134
Brankowich, wenn deiner Mutter e Dir noch lieb iſt, aus zum tapfern Zweikampf, Daß es nun erſcheine, wer von Weiden u. Sey der Stärkre. , Nichts war Vuko u Als fein Ro zum Bweitampf ung? w vo 1
.
Beide reiten, ſuchen eine ebe 5 2 Die zum Streite gut iſt, und nun 9 Sie mit Kriegeslanzen auf einander, * 1 Wohl in tauſend Splitter. Und ſie Wr ig =. Ihre Saͤbel, wohl in taufend Stücken u 1 Fliegen durch die Luft die ſcharfen Sobel. 7 Gehn mit maͤchtgen Kolben auf einander, 1 (ei Und von der und jener ſpringt der Knopf al. 5 Endlich bleibt das Gluͤck auf Milos Seite, 1. Er reißt Vuko Brankowich vom Pferde, Ka 105 sd Strecker ihn zu Boden und ſpricht alſo :
138 Wohl nun, Vuko Brankowich, nun ruͤhme, gr nun zu andern, daß mit dir, ich 42 denen, Zweikampf wage. Wenn ich wollte, Kon ich jest dich toͤdten und dein Weib in Schwarzen Kleidern eine Wittwe ſehen, 4 Aber geh und lerne, kuͤnſtig nimmer
m au Aalen.
Nicht gar lange waͤhrets, und die Türken ſtuͤezten ein in Servien.
Suan Amurath verheerte zornig
und verbrannte Land un Staͤdte. Anders
Oles Lazaro nichts. Von allen Seiten
| 2 er ſein Heer und rufet zu ſich
* es Au Krieger Milos.
0 Sate ale an der reichen Tafel Alle Kriegesführer. Wohl getrunken Hatten ſie im Kreiſe und Lazaro
uus Seins, begann nun alſoo ©
136 3 5
O beruͤhmte Vanen, tapfre FOR 1 Hoͤret mich. Wir rücken morgen frühe Er 1 Aus zur Schlacht der Türken. Erſter Feldherr Dem wir alle folgen, ſey uns Milos. 1 u Er iſt tapfer nach dem Ruſe alle, = u” . Vor ihm zittern Servier und Türken, kr es Er ſey erſter Feldherr, nach ihm folge | Vuke Brankowich, nach ihm der en. .
4
Hoher Zorn flieg auf in Vuko's een: 4 Denn fein Herz, es haßt den tapfern Wilos. * a Auf die Seite ziehet er Lazaro. BR Redet leife zu ihm: „Lieber Vater, Na 175 Weiſſeſt nicht, daß du dein Heer zum Tode Haſt verſammlet: Milos wirds verrathen. * Er iſt für die Türken; im Geheimen 1 Wuͤrkt er treulos immer auf ihr N \
Tief verſtummt Lazaro, ſizet (once 4 In Gedanken. Und beim Abendmale cu 5
*
Da ringsum die Faͤhrer alle ſaſſen, > Faft er mit der Hand den goldnen Becher, Und ſoricht weinend alſo: Trinken will ich Nicht des Czars Geſundheit, nicht des Kaiſers; Meines undankbaren Schwiegerſohnes wis, der mich z 1. denker — a Milos ſchwur ihm bei dem ande Gotte 5 Daß Verrath ihm nie ins Herz gekommen, | N Sprang voll Schmerz auf feine tapfern Fuͤſſe, Barg ſich ein in feine weiffe Zelte, 1 Und bergoß da einen Strom von Thraͤnen Bis um Mitternacht. Da hob er auf ſich, 1 Ref zu a ſich den Wen vom er
un
H
Morgen graute und der N des Morgens Zeigt ſein helles Antliz. Da legt Milos Raͤſtung an fein Pferd und zu den Tuͤrken! 4 Spricht zu Sultans Wache: „führer ſchnell mich a In das Zelt von eurem Czar; ich komme,
i Ihm das Heer von Servfen und den Koͤnig Lebend in die Hand zu geben. „
| | * ir DIE. und es 50 ü Glaubete die Woche Webs ae „% n Ye Fuͤhrte ihn zum Sultan. Milos beuget 4 Seine Knie auf die ſchwarze rde Kuͤßt dem Czar die Rechte und den i . Und ein Meſſer Hate’ er fertig, ſtach es Amurath in feine Bruſt. Der S RR Ihm ins Herz. Er zieht den Saͤbel, wuͤtet Se unter ee und Fam a
Tn cu
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Aber ch ai das Glück ihm unhold, 5
Fiel zerhackt in tauſend Stücke nieder, 1 ; Ueber feinen Säbel. Habe deſen Rechten Lohn di, 1 00 du nn * . |
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Kum! | ag 2 e in 41 ah ie 5 0 tr 1 20 \
139
ef ran Dyfle und Babele. Ein Schpweizerliedchen.
Es böte e Buur e' Tochter, | Mit Name hieß es Vabeli,
Es hon e' paar Zöpfle, fie find wie Gold, Drum iſt ihm auch der Duſle hold.
u N a. * 39 Der Dufle lief dem Vater na’: 7 40 Vater, wollt ihr mir 's Babele lahn 2 „Das Babele iſt noch viel zu klein; n Es ſchlaͤſt dies Jahr noch wohl allein.
0 N i I
Der Duſle lief in einer Stund“, Lief abe bis gen Solothurn,
N Er lief die Stadt wohl uf und gb,
Bis er zum zeerſten Hauptmann kam:
2
F uf wü re ee r
Bi 3 = It —
5 7 7 5 * = 1 * B * 89 er ’
„D Hauptmann, 8 au * J will mi dingen in Flandern ui ke, Der Hauptmann zog d Seceſſhnur, Gab dem Duſle drey Thaler drus.
Der Dufle lief wohl wieder ben, * Heim zu ſ'in m liebe Babelein: 2 4 „O Babele, liebes Babele me, IT TR ** N.
Jezt hab i' mi' dungen in Slandern , hi
— ;
Das Babele lief of hinters Su, ee Es grient ihm ſchier fin Aeugele d ls: 1. Ber „O Babele, thu doch nit fo ſehr, 7 J will ja wieder kommen zu die! — 39
Kae" uk
Und komm P übers Jahr nl heim,
So will i' dir ſchreiben e' Briefelein,
Darinnen ſoll geſchrieben ſtahn ?: J will min Babele nit verlahn !,
iM 98 8
| * inch hinab ing Thal,
Und weh, und weh den Berg hinan!
Und weh, weh, jenen Huͤgel dort, Wo er und ich zuſammen kam! Ich lehnt mich an ein'n Eichenſtamm, And glaubt’, ein treuer Baum es ſey, Der Stamm gab nach, der Aft, der brach; So mein Treulleb' iſt ohne Treu.
O weh, weh, wann die Lieb ift wenig
| Ein' Weile nur, weil fie iſt neu! Wird ſie erſt alt, ſo wird ſie kalt,
Und iſt wie Morgenthau vorbei.
7
142
O wofuͤr kͤmm' ich nun mein Haar? N 3 Oder R Ar, ich nun mein Haupt?
Nun Arthurs? ©, * ſoll ſeyn mein Bett, Kein Kiffen mehr mir Ruhe ſeyn! * Sankt Antons Brunn fol feon;mein Trank, Seit mein Treulieb iſt nicht mehr mein! A Martinmeßwind, wann willt du wehn, At Und wehen’s Laub vonn Baͤumen her? Und, lieber c, wann wilt du op: — „
2
r u t ne
S if nicht der Sof, der grauſam ſticht, | Noch wehnden Schnees Unfreundlichkeit, 'S iſt nicht die Kaͤlt', die macht mich ſchepn »S iſt feine kalte Haͤrtigteit. ER
) Ein remantiſcher Hügel in Schottland.
5 0 *
% 143 1 2928 0 wurden * angejcht ut .
Pe ehutigam gefleiß’t in GM, Und ich in Noſentoth/ die Braut.
Hüte ich gewußt, bevor ich kuͤßt , Daß Liebe bringet den ele, Sir eingekhlofn in Goldenſchrein | = Mein Herz, und's ſeſt verſiegelt drinn. ole, wär nur mein Knäblein da, And ſaͤß auf feiner Amme Knie, N uud ich waͤr todt, und waͤr hinweg, | „ Denn was ich war, werd' ich doch nie! |
+
‚4 m. nes tier lt 2 7
wa 1 — c. ea,
Mens, 0 wende dieſen % ” Den Aastra Sa U ge die Lippe zeuch zurück, abe 8 Voll fo ſuſſem falſchen Schwur * f Meine Treu nur, hier, ach! hier an Veſtgekuͤßt, gib wieder mir)!
eie ee an Be
a ee b Hull, o huͤll den Buſen zart. Wo auf Hügeln Schnee und kat * an Knoͤſpchen blüͤhn — ach! jener A, Wie April fie niederwallt. | Armes Herz! in Eiſes Schoos Liegt es hier; ach, gib es los!
* 4
145
5 N eig ha 4 Morgengeſang. + 23 n 5 f
4 Das horch die Lerch am Himm’lschor fingt;
ri Die liebe Sonn wacht aut! 0 Sie ſchon ihr Opfer auf.
N u Hochzeitknsſpchen freundlich an | Aud thut fein’ Aeuglein auf;
as hold und lieb iſt, lieblich blinkt,
Auf, ſchöͤnes Kind, wach auf,
* Wach auf, wach auf |
: 563 Ps de.
Ente a zn j | Rah de
x 1
77. 2
* 1 7
* *
ME
- - Su va, 4 a, vr 718 .. 8
Det Sturm hat das Schif 5 les fc 9 gergegangen : der enttommene Prinz Berdinant ufer: riet lat N e fingen v
1 . Were 25 5 * r! a 1 A Komm . den ben Sand, Dann wechsle Hand! * Haſt geliebt du und ge, Er 5
a. Sanſt die Woge ft: 1 | | Wandl' umher und komm hervor! A Geiſterchen, ihr finge im Chor: en 0 0 N *
In.
* 4
Chor der Geiſter zerſtreut.
Horch, horch, Wau — Wau! N Der Wach hund bellt — Wau — Wan! 15
.
147 * x Ariel. | 3 1 ne Horch, horch, ich hoͤr Hit 10 Der Hahn ea munter — 2 er: Krit!
nn
en er bu die Mufit doch ſeyn? in der Luft?
auf Erden? Und ſie ſchweigt! Gewiß ſie dient
4 E im Gotte dieſer Inſel. Ich ſaß da,
4 auf einer Sandbank, weinete ins Meer n Koͤnig „ mein’ m ertrunknen Vater — da
| ch auf dem Waſſer fie heran, mit bei,
und Meeres Wut, und Toben meiner Bruſt
N ward ſtille mit dem ſuͤſſen Sange. Da
1 zog ſie mich fort, ich muſte folgen, und
nun ſchweigt ſie! — nun beginnt ſie wieder: —
f
Br: Ariel fingt:
1 499 | Fünf Faden tief der Vater dein Liegt; ſein Auge Perle ward,
3
Sit er verwandelt da zu ſehn, ei. Aal Be a Stund' auf Stunde lauten hm 1 * e die . er be 0 —
Dim, A 7, 2 a
1 15 7 15 . * Ferdinand. er 0
Es denkt an mein'n ertrunknen Vater · m. das iſt nicht Menſchenwerk, kein Erdent. on! Nun hör' iche droben mir = I 1.
Proſpero. en; 1 2 Zoch, Bm a
(TUE
die weinend zugezognen Augentieder} 8 | Was ſiehſt du dort? 0
|
6
v 2 4 | # 149 Miranda. Was iſts? ein Geiſt? Sort, mie sich vor ſich hin! o glaubt mir, Herr,
es ik % ia Weſen — Ab'r ein Seife! —
Air,
Nein „Kind, sr ißt — und hat Sinne wie wir, grad fo. Der Art'ge, den du ſiehſt, war auch im Schifbruch, und huͤtt ihm nicht Gram, (Gram iſt der Krebs der Schönheit) ſeine Wange gebleicht, du koͤnnteſt ſchoͤn ihn nennen, Er hat
5 verloren ſeine Kammeraden und ſucht fie. —
Miranda.
Ich moͤcht ihn goͤttlich nennen: denn fuͤrwahr,
nichts (ah ich in der Natur fo Edles.
Proſpero. © Wohl! Daz geßt, wie ichs anlegte. (zu Ariel:) Feiner AIR. Geiſt,
daf ſo ai om auch in zwei Tagen frei ſeyn.
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5 Bi... en, 1360 nr a Ferdinand ertliet mn, 5 Ne f Gewiß die Göttin dieſer Inſel, die EN 75 73
die Muſik ankündigte. Erlaube — du — oc 15 darf ichs erflehn zu wiſſen — wohneſt du 7 auf dieſer Inſel, und wie ſoll ich mich ie ie verhalten hier? — und meine Erſte Frage 8 4 bring' ich zulezt hervor: 0 Wulder! 1 ru Viſt du geſchaffen, oder nicht? Gn
Miranda. ene Lein Wunder : Ein Maͤdchen bin ich, Herr. N eee
Ferdinand. 2 ei Gott! meine ena ich bin der Gluͤcklichſte, der ie fie ſprach. uf 5
*
Proſpero dei der Zustung Er * | Einſt war ich Mailand. Hurtig, lieber Geiſt, und du ſollt frei ſeyn? 8 wi
37 4
4
151
. Ariel kleidet ihn an und ſingt:
. Wo die Biene ſaugt, ſaug ich,
Leg im Schläſsalllämchen mich,
SOgchhlupf hinein, wenn die Eulen ſchreyn,
Flattr' auf Fled'rmausſchwingen fein.
AZrnmmer im Frühling, frötiglih,
2 7 Froͤlich, o froͤlich kann ich nun leb'n, Anter den Bläthen der Zweige ſchweb n.
* * — — Mein wackrer Ariel! Ich werd' dich uſſen, Doch ſollt du frei ſeyn u. ſ. f. * K
j 1 N
Steh auf, du muntrer Juͤngling, auf! End, Br
Deine Hi ſoll'n dir Leder, ii ng
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Jo legte mein Haupt 5 hoh. Mein' Augen begannen z ft ken,
Da kamen gegangen zwo Jungſtaun won, Die Ai mir lieblich winken. . 0 0
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Die Eine, ſie ſtrich mein weiſſes en. Die zweite liſpelt ins Ohr mir: Steh auf, du muntrer Juͤngling! auf! Erheb', erhebe den Tanz hier 1 hy
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Erheb', erhebe den Tanz hier * 155 * RR
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Die Eine begann zu fingen ein Lied, . Die Schoͤnſte aller Schoͤnen;
. Der de Strom, er floß nicht mehr,
Ad horcht den ſüſſen Tönen.
i Der brauſende Strom, er floß nicht mehr, 1 Stand ſtill und horchte fuͤhlend, Die Fiſchlein ſchwammen in heller Fluth, E Mit ihren Feinden ſpielend. Die Fiſchlein all in heller Fluth, . Sie ſcherzten auf und nieder, Die Voͤglein all' im gruͤnen Wald, Sie huͤpften, zirpten Lieder.
„Hor an, du muntrer Juͤngling, hoͤr an, Wille da hier bei uns bleiben?
Wir wollen dich lehren das Runenbuch, Und Zaubereien ſchreiben.
154
Ich will dich ichren, den wien Se Zu binden mit Wort und Pre 8 Der Drache, der ruht auf rothem Gols Sol ſchnel dir ſlehn und r. 2
Sie tanzten hin, ſie tanzten her; ji 2 5 Zu buhlen ihr Herz begehrt. Der muntre Juͤngling, er ſaß dag, Geſtuͤzet auf ſein Schwert.
„Hoͤr an, du muntrer Jüngling, bie um 2 Willt du nicht mit uns ſprechen, 15 So reiſſen wir dir, mit Meſſer und Schwert,
Das Herz aus, uns zu raͤchen.
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Und da mein gutes, gutes Gluck! Der Hahn fing an zu kraͤh n. > Ich wär ſonſt blieben auf Elvershoͤ h. Bei Elvers Jungfraun ſchoͤn. —
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Hervor. i Erwach', Angantpr } OR: 2 es weckt did Herber. Einige Tochter rt Be Deiner Svafu; | Gib mir aus der Gruft | 5 Das harte Schwe t, I Das Swafurlama | Die Zwerge machten yon
Hervardur! Hiovardur! Hrani und Angantyr! 1 Ich weck euch ate Unter Baumes Wurzel. Mit Helm und Panzer,
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Sind alle denn worden
- Andgeyms Sohne,
Die Geſahrenſrolocker,
Nun Aſch' und Staub? — Wil keiner der Soͤhnre Eivors mir ſprechen Aus dem Todtenhain? —— —
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Hervardur, Hiovardur! So ſeyd denn alle In euren Rippen Wie aufgehangen Zum Würmer Fraßß ) Oder gebt mir's Schwert, Was Zwerg' und Geiſter Zuſammen geſchmiedet, | E Und den koſtbarn Gurt —— —
* 2 j W 4 . 4 | - * — > * 3 ’ - ] 0 | | —
Vol e Todte zu wecken! it 1 a ene 795 An Tolle Ruferin, en ü 75 Wuͤtig pochend 4 J sb ur Dir ſelbſt zum Weh! Weich hat nicht Vater, 5 Nicht Freund begraben. PR Zwei nahmen den Tyrfing. 9,7 Die nach mir lebten, | Und Einer hat ihn noch. Hervor. Sprichſt nicht wahr! 5 So wahr dich Odin 0 In der Gruft hier Hat, Haft dus Schwert, Vater Angantyr! . Und ſoll's nicht erben ur . Dein Einig Kind? N
Fe Aube N Ich füge dir, Hervor, | bi; 5 * Was kommen wird! Han m Der Tyrſing morder | (Kannſt mir's glauben!) Dein ganz Geſchlecht! — Doch ſprechen die Todten : Ein Sohn nach dir 150 Sioll haben den Tyrfingg, Und König ſeyn!
3
* 1
* N e a Hervor.
Ich zaubr', ich zaubr' Euch Unruh zu! Keiner der Todten Soll raſten und ruhn, a Bis mir Angantyr
Den Tyrfing ſendq̃,
4 Den Eiſenſpalter, | Der Helme Tod!
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Und wackern Mann, a . Da ich ausging ſuchen 15 Der Todten Hall PR? Gib mir aus der Ef Das Zwergegeſchenk nn Den Panzerzerfisrert * Er taugt dir nichts. | 46085 Yngantpr. * 2 Mir unter den Schultern i Liegt das Schwert, K 2 Be. 18
BER 8 * nlihe Dirne, DER fi Die alſo N ie 19 2 Wandert um Gräbern | In Mitternacht, Mit Zauberſperren Und Helm und Di anzer, Na ‘
Vor der Todtenhall 9 5 4 Hervor. 6 mad 1% dun dall
Ich hielt dich dend
„
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Dir Helme Mörder! . Brennt voll ee eee, en 2 Ken Welb auf Erden,
Die's doͤrſte wagen,
Dies Schwert zu faflen —
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8 . 4 35 aber fa es „ und halts in Huͤnde n;
5 Fo ſcharſe Schwert, *
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Erhalt ichs we
Ich kanns nicht wähnen, Daß Feuer brenne,
Das um die Geſichte
Der Todten ſpielt!
5 Angantpr . Her vor,
Du pocheſt toll; a nn 9
Doch eh im Nu
Dich Flammen egrefen, L
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* Will ich di
Norwegen . 2230 le e
Aus meinem Dirne! das &x
Wohl, o Vater, Du Heldenſohn!n! Du willſt mir reichen „unden 1 45 Aus deinem Grabe, N 10 2. König, das Schwert, Mir ſchoͤner G Ja) ent, i e | * Als jezt zu erben 50
N 5 vi Angantpr.
Luͤgnerin, weit , Weß du dich freuſt. Glaube mirs, doe, >. Der Tyrfing mordet de e All dein Geſchlecht ?
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rs mag nicht 4 Länger hier ſtehn. Was kuͤmmerts mc, f
O König Freund Was meine Soͤhne Sara m mir beginnen? „ Kur
Per ir 921 Wr Angantyr.
So An a habe, Der Helme Feind?
Hab's lang und brauchs! .
Deruͤhre die Schneiden. In beiden iſt Gift. 5 5 Ein grauſer Würger
Der Menſchenſohne! * |
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34 nehm's, De eren 5 * . Scharſes Schwert: Geſchenk vom 1 wb | Erſchlagner Vater, re Per} | 7 Ich fuͤrchte nicht, 0 Ant d. 8 2 Was meine Sohne SEE. © * Nach mir beginnen. 2
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Angantyr.
Leb wohl denn, Tochter! Ich gab dir's Schwe et, | f Zwölf Männer Tod, ine Be 8. Wenn treu dils faſſſe 5 Mit Muth uns Macht. | Es iſt all das Gut, Bere 1565 3 2 N Was Andgryms Sohne E Ä 3. Seiner fi tiefen — ..
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Zu wohnen in Walhall!) A: Ks 10
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Fanden fie, fih 1 5 ve; er
In Panzer kleiden; Nn 8
Der edle König, 0 NaN *
Er eilt ins Feld,
Wo Feinde gefallen,
Und Schwerter noch klungen Im Beginn der Schlacht.
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*) Die Todtenwuͤhlerinnen, Valkyriur, Mordiſch
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Waren um ihn. n. A800 Der Juͤten ae. hi N unter N 2 RR
5 Der Müͤhlſteinſpalter 0 In Koͤnigs Hand, E 05 Als fpalter er Waſſer, Si paltet er Erzi * Die Spizen ſtieſſen, N Die Schilde brachen! Auf Maͤnnerſchaͤdeln 3 Erklang der Suhl!
Tyrs und Baugas Schwerter ſprangen
Schwert mit dem Beinamen.
Schlde burg rgen A 29 72 Der Maͤnner Leben = rn wa Von fallenden Lei bern ern Toͤnt das Land; f 4 An Storda's ufer x 4 ee e ne ne ” Blutmeer ſioß. ia u 2 x Blutige Wunden 89 „ * Und Schwertwolkhimmel ) 1 5 | Floſſen in Ein! Bi. Als gaͤl's um Ringe, * IR: Spielten fie Schlacht: ne
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„Wir aber wollen Die Waffen bewahren; Helm und Panzer Bewahren, iſt gut!
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Ran ue Tod iſt in der Welt
wer vor'm Feind’ erſchlagen,
01 gruͤner Haid' im freien Feld
Darf nicht hoͤr'n groß Wehklagen,
8 Bett, da ein’r allein .
sing an den Todesreihen,
e aber finde er Gſellſchaft fein,
80 un mit, wie Kraͤuter im Mayen.
Ich ſag ohn' Spott,
| 9 Kein ſelig r Tod
St iſt der Welt,
Als fo man fällt,
Auf graͤner Haid,
ohn Klag und Leid! 2 N M
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er der tapfıe Saful
} pas tg, ſchöngeſchmückt in ei Violett und grüner Farbe. 28
“u! , *
4 5 he wil er ab jezt veifen E m Turnierſeſt, das in Gelves 2 Alcaide gibt zur Feier,
2 5 ein Griedensfeit. des Länder:
* 17 5 Er Mit eine Veen 1 erbliebne jener Helden, 8
Die die Zegris ı und Gomeles . 2
t verriethen in Granada.
1
ne die ett zu Cut buen
Auf und ab, dringt mit den zn Erg
Durch die gluͤcklichlieben Wände:
Endlich, nach der WER Stunde feiner raſchen Hoffnung, Tritt hervor ſie auf den Dalcon, j Seine lange Stunde kuͤrzend.
Er halt an fein Roß, und di 4% BT Da ihm aufgeht feine Sonne, a 22 Miederknien in feinem Namen, Und vor ihr die Erde kuͤſſen.
1 . Mit geſtoͤrter Stimme forict er: | 5 eu |! „Schoͤnſte, nun kann meiner Reife Br * |
Trauriges auch nichts begegnen, | — 2 Da ich deinen ſuͤſſen Blick ſeh. 8
* w
„daß es mich dein erinnre,
= hr, daß es mit dir mich ſchmücke,
, leit und mache ur
sa
K. Aber eindaraja brennet,
0 jr ſüchtig bis zum Tode, 2 ; in Geres eine Zaida, n ihr fie Gaſul liebe.
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50 Daß er in den dae e
Er erfahren Lindaraja, und antwort ange en :
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este, 30 mir denn en 2 |
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5 4 2 Ei 0 0 EB 02 Ze
. 2 x 11 Fe i
182 . Wenn ige im Turnier ae
Wie es meine Bruſt dir wuͤnſchet | und die deine es verdiene. er So wirft du, fo ſtolz wie immer, e | Nach Lucar nicht wiederkehren, % Nicht vor Augen, die dich lieben, Noch vor Augen, die dich abſchenn. uus; r in e . "ER
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Ja gefalls dem groffen Alla, Daß im Spiele deine Feinde m n Auf dich ziehn geheime Lanzen, b Und du fallft, wie du . i 4 >
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Und daß, unterm Oberkleide, * Panzerhemde ſie beſchuͤſen, An Wi} Daß wenn du nach Rache duͤrſteſt, % Du ſie ſuchſt und doch nicht findeſt, je
9 Deine Freude de — | — Feinde dich zertreten, SE . Du auf hen ecm uf, M m Br Be 0. fr de Dame em
3 und 106, art, dich zu beweinen. ? | Die du liebſt und die du taͤuſcheſt, 4 Beide dir mit Fluchen beiſtehn,
| und ſich freuen deines Todes. „*
Gaſul meinet, daß fe ſcherze,
Hebt empor fi ſich in den Bügeln, Ihre fine Hand zu langen.
„Lügner, o Sennora, pricht er, St der Mohr, der mich verläumdtt. Auf ihn alle dieſe Ei | | | N: Ihn zu lohnen, mich 30 rͤchen! u 2 m
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Meine oe af iu Ws Reulg, daß ich je ſie liebte; . we; „Fluch auf alle jene Jahre!. HD Ai 1207. i ie neee, * e |
Sie hat mich um einen e | Reich an armem Gut, en mr s Da das Lindaraja hoͤret, n v e Kann fie es nicht langer ee n e
Und in ſelbem Augenblicke hie 1 Kommt der Page mit den Roſſen n Fuͤhret fie, geſchmuͤckt mit Federn nice). Und mit anderm Schmuck des Feſtes; e N
Aber Gaſul faßt die Lanze, 4 1 Faſſet ſie mit ſtarker Rechte, e e Splittert fie in tauſend Stuͤ cke Gegen die geliebten Wände
Er — | e ber! N RN, „ ee dene Nn 2 erehlfer Kor e en 9 4 re ins 4 Pd an em ag
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N Br 8 10 % daten ee ie e e en lech di e . e eee a are Eri n
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Seiner ſchönen TE .
Geht nach Gelves zun
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Mit ſich len — Relch bedeckt t goldnen Decken. ar Wo ſich taufen mal der Name e Benceraſa r in Golde. e
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Wiolet und weiß und blaulich A 2 Sind des Mehren Rinertleder: x Gleichgefaͤrbt die Fade de Und die Vorderfeder roͤthlich.
4 und ſen e innbüd war ein Wilder k Wien da auf feinen Tartſch , Der zerreiſſet einen Lowen n.
Rt nd dabei die Ehreminſchriſt, we ute
5 7
0 Die die edlen Genceraſen Sie die Blürhe von Granada gg 3 1. führten, Fer engen Nr ar: Ion ae und liier
Die nun führt der tapfre zw 2 Auch aus Liebe — ee - 5 n auch eine Benceraja 6 Fb
* er uͤber alles e n in
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Führer einen Zug von dreißlg.
ae So. gerüſtet trat der tapfre. Gazul n
Alle gleich und ſchoͤn gekleidet. we
Wer fie ſchauet, der bewundert, Alle führen gleiches Sinnbild. Gleiche Inſchriſt, nur der Eine m: Gaul führt die Seine sonders.
Unterm Schall der hellen Zinken Finger an das Lanzen werfen Wird fo warm und ſo verwirrt. Daß es eine Schlacht erſcheinee t.
Aber Gazuls tapfre Rotte | Traͤgt in allem Dank und Ehre. Keine Lanze ſchleudert Gazul. Die nicht eine Tartſche treffe. E
He 5 Hi erh
i | * =
1 78 * * Nr
| Aber Jae ſalb Sbbdbebe 144 Is Ut um ihrer Trauer willen: „ nr id r e hat der tapfre Gazul a m Bräutigam getodtet. 121
Wohl dane fie ihren on * in ihn am Wurf der Lanze, 5 Denket an verfloßne Zeiten,
dd einſt Gazul ihr noch diente,
und ſie un b. übe PER rs 2 undankbar feinem Dienſte! * n b wie und je ſtoͤrker er fie Wet mae e gen Duma nur noch undankba rer.
Was bedeutet diefe o
13 r
Zaida mit gebrochner Simm 10 * Krank und traurig ihr erwüdert: .o
*
Der jezt 5 1 tue) Hebet? Gazul iſt fein Name, 550 Und ſein Ruhm iſt allenthalben.
Sechs Jahr hat Bor dier Und ich lohnt ihn ſo undankbar. ee Meinen Braͤutgam mir getoͤdtet, rt 1 Und auch das hab ich verſchuldet. *
r l nee a r 4 * 7
En nr Er A zur f
. e ee en ee Wit
Der Brautkranz a da Kim un .
e, e e e et ** |
Voll von Rahm: und ar Mehr als Mars-es je geweſen ; 5 War der edle tanfre Gt. u. 1 Nun aus Getves heimm gekehrt. Fr}
*
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Wohl empfing ihn in Sankt wear
188 Lindaraja, feine Dame, = 4 Die ihn o wie zärtlich lieber, 1 Und nicht minder liebt er fie. N Br
Beide nun allein zuſammen 2 In des Blumengartens Bluͤthe, * „ 3.
Wechſeln fie der Liebe Pfaͤnder, pe Jedes fühlet, wen es liebt. *
3 BIS Lindaraja hat aus zarter 2 a Nei kung einen Kranz geſſochtenn 8 Schön von Nelken und von Nofen, * von augerwählten Wurzen.
4
N 4 t ihn rings umſteckt mit Veilchen Die de Slümlein find der Liebe,
Um d fo ſezt fie ihrem Gazul
2
N
u Haupt den Kranz und ruͤhmet:
„immer ar doch Ganhmedes
ein wie du von Angeſichte,
Wenn dich Jupiter jezt ſähe,
* er ic mit ſich ſort. . 70 9 >
1 Gazul freudig ſie umarmend
Spricht mit Lachen: „meine Liebe,
Schoͤn wie du war wahrlich jene
Eriechin nicht, die Paris raubte;
1 . N
45
Du Die Siegerin des Abart, e 1
wen 0 denn fo ſchoͤn dir * Gazul, laß uns uns vermahlen! N Haſt mir ja dein Wort gegeben, * . 5 2 Mein Gemahl zu werden, Gazul. „ . W
Wohl, o wohl, ſpiicht Sal, u s! Denn dabei bin ich Gewinner. nr Und fo felren fie mit Freude Hochzeitfeſt und werden chen e .
4
Ait 1 * 9 We bg ehen 4 5 N ein altes eee et hat C .
2’ 1 Essl .
*
1 Horcht mir zu, ihr lieben Leut,
1 Neigt euer Ohr mir da;; 36 fing euch von ein m Bradek Paar, x
Als je nur Eines war.
Der Eine von ihnen hieß Adler jung, Dier Andre Koͤnig Eſthmer.
Sie waren fo wackre Männer in Thaten; '
N Als immer nah und ferne.
und als fie trunken einſt Bier und Wein
14 In König Eſthmers Hallen:
„Wann! wollt ihr nehmen ein Weib euch, Bruder / 1 Ein Weib zur Freud uns allen 25,
196
Denn beſprach's König Eſthmer, eee Anton ihm — 5 „Ich weiß kein Maid in allem Land.
Die wär ein Weib für mic. 1
„Koͤnig Adland hat eine Tochter, Dr der, Jeder nennt ſie fein und ſchon; 0 1
Wär ich hier Koͤnig an Eurer un, Die Dam’ waͤr King , 22
Sprach: „rath mir, rath mir „lieber B uber, Durch's luſt ge Engeland Wo ſollen wir einen Boten finden, e N 3 Der zwiſchen uns ſey zur Hand.,
4 55 Sprach: „Ihr muͤſt reiten ſelbſt, mein Bru
Ich will euch kompaneyhn. s ci Wohl mancher iſt durch Boten betrogen;
Ich furchr, auch ihr möchte ſeyn. f
197
ud alſo puzten fie ſich zu reiten, 1 Gepußt war beider Ro; | und als ſie kamen zu Adlands Hallen, 13 Bon Golde glänze ihr Troß.
*
*
und a8 fe kamen zu Adlands Hallen, 4 Wohl vor das hohe Thor, Alldda fie fanden König Adland ſelbſt, | Macht ihnen auf das Thor.
„Nun Gott mit Euch, König Adland gut, Gott mit Euch immer und hier! Sprach: „Willkomm, willkomm, Koͤnig Eſthmer, | Recht herzlich willkomm mir!,
»Ihr habt eine Tochter, ſprach Adler jung, Jeder nennt fie fein und ſchoͤn.
j dhe Bruder will ſie nehmen zum Weib,
Zu Englands Koͤnigin. „
196
„Und gefiern war um — 5 er. König 23 2 Sy a ins Ne
Und da nickt ſie yr 2
Ich fuͤrcht, — ei
und glaubt € an wehen N S waͤr Jammer um ſolch ein fe n rn Daß fo ein Hund fie hätt}, u 2 95
N
„Aber fagt mir, (König ether p p ach hie ) a Ich bitt euch, ſagt mirs zu, W 8. Daß morgen ich Eure Tochter ſch, ee! Eh ich wegreiten Hin PR 1
1 4 ale
Seit ſie war 10. der Gal, er Wee
So ſoll ſie kommen um Euretwillen, nf Zur Freud den Gaͤſten all. „ 1 ji
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Ab denn kam die ſchoͤne Maid 9 Mit Jungfraun reicher Zahl 1 Wohl halb einhundert Ritter ſtolz
1 Einleiten ſie zur Hall, und noch ſo mancher Edelknab', Ihn'n auſzuwarten all.
Die Goldſtuͤck all an ihrem Haupt, 4 Sie hingen bis zu den Knien, Und jeder Ring an ihrem Fing 'r Ein heller Demant ſchien.
0
* ee „Gruͤß euch Gott, meine Dame ſchoͤn!, | Sprach: „Grüß euch Gott allhier! »
9 PR „Willkomm, willkomm, König Eſthmer, Recht herzlich willkomm mir!
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Und liebt ihr mich van, ae
So herzlich und fo treu,
Warum ihr immer nur kommen ſe
Geb Gott, euch gluͤckli m * a * — ent d ma ya
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Ein denn, . der Bater cher: er % „Meine Tochter, Nein ich ft
Bedenk der König von Spanien, 1.
Was der ſprach — 7 wa
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Wollt kürzen ein mir is 1 Wollt rauben das Leben 5 EN er Fuͤrwahr, ich fuͤrcht des Heiden Grimm, Wenn 1 Dies zugeb' e Ss: * 85
| I. ene m Eure Schlöfer und eure Thdrme, Date, Sind dat and ven a: Und darum weiß ich nicht, was Euh Fuͤrm garſt gen Heiden graut. nde 8
201
König Eſihmer, gebt mir Euer Wort, Beym Himmel und rechter Hand,
* Daß ihr mich nehmen wollt 8 * ZBiur Kön gin in Eur Land-
Konig Eſthmer freudig gab Meint Wort, 1 Beym Himmel und rechter Hand, Daß er fie nehmen wollt zum Weib, 5 Zur Kön’gin in fein Land.
14 Nahm * von der ſchoͤnen Braut, Zu gehn ſchnell in fein Reich, Zu ſuchen Herzog', Ritter und Grafen,
N Sie heimzufuͤhren gleich. Sie hatten geritten eine Meile kaum, Eine Meile weit hinan,
As ein thaͤt kommen der Span'ſche König Mit manchem Kaͤmpfersmann.
| O Zeitung muß ich euch fagen, rl „ |
Als ein thät kommen der Sparte König, > Mit manchem grimmen Baron,
Noch heut zu freyn König Adlands Tochter . Und morgen zu ziehn davon.
Stracks ſandt fie König Eſthmer'n nach, 1 So ſchnell als bitter ihr graut, * * Sollt eilig kommen und kaͤmpfen um fa Oder immer aufgeben die Braut.
Ein’ Weil der Edelknabe kam, * 003 5 Ein’ ander Weil: er lief, 4 2 Bis er Koͤnig Eſthmern e Aa * Und ſchnell und haſtig rief:
„Zeitung, Zeitung, König Eſthmer! 9 2 „Und was fuͤr Zeitung dann??
Die euch wohl ſchwer ſehn kann.
4 Ihr hattet geritten eine Meile kaum, Als ein ſchon kam der Span'ſche König 13 Mit manchem Kaͤmpfersmann.
N Als ein ſchon kam der Span'ſche König Mit manchem grimmen Baron, Noch heut zu freyn Konig Adlands Tochter, Und morgen zu ziehn davon.
Die Dame ſchoͤn Euch freundlich gruͤßt, | So fehr und bitter ihr graut,
Spricht: Ihr muͤſt kommen und fechten um fie, Od'r immer aufgeben die Braut.
Sprach: „ rath mir, rath mir, lieber Bruder, Su | Dein Wort und ich geh's ein, Wes Weges ſollen wir gehn und fechten ?
Gerettet muß fie ſeyn.“
—
So will ich ae eee Da ſie kann gerettet Pa 8 | N 1 RE Sr 88 Meine Mutter war aus 2 man iu
Gelehrt in . mer je.
Und als ich noch zur Schule in, Bracht ſie mir auch e 2 *
+ » „Wi .
Da wöchſ ein Kraut im Felde * 5 Und wer es tennet, traun, 8. 70 8
Der, iſt er weiß wie Milch und Blut, Wird dadurch ſchwarz und *
Und iſt er dunkel, ſchwarz und Yun Macht's ſchnell. ihn weiß und re
Und iſt kein Schwert in Engelland, PR, Dias koͤnnt ihm bringen Noth. Pau"
205
und Ihr bolt ſeyn ein Harſner, een Wie Ein'r aus Norden pflegt,
und ich will ſeyn eur Singer, —
Der euch die Harfe traͤht.
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Deer je die Harfe ſchlu ,, und ich will ſeyn der beſte Singer, 7 Der je die Harfe trug⸗
und ſoll uns aufſtehn auf der Stirn, 4 Und Alls durch Schteiberet, Daß wir im ganzen Chriſtenthum } Wohl find die Kühnſten zwel.,
Gepuzt war beider Roß,
Von Golde glaͤnzt ihr Troß,
nd Ihr folle feym der beſte Horfner,
unnd ſo fie puzten ſich zu rei,
Und als fie kamen zu Adlands Halbn,
* 1 * — * Du . r 0 E *
Wohl vor das veſte Thor, Da fanden ſie einen Pförtner ſtolß z 2 Der aufthun ſollt das Thor.
Sprach: Grüß dich Gott, du P Sprach: » Gruß dich Sa a lh
»Nun willkomm, ſprach der hl | Von warnen ſeyd — 6
*
„Wir ind zwei Harfner, n
Aus Nordland kommen wir; e 2
Sind angekommen, mit anzuſchaun nc
Die reiche Hochzeit hier!“ we 0 |
4 | u Br 1 3
Sprach: Und Eur mu weiß and roth
Und Eu’ iſt ſchwarz —
König Ehſtmer und fein Bruder iſt hier
Will ich anſagen, traun! “! eee
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»Wir wolln nicht ne — Pfzrmer ot Du uns nicht fagen Harm!“
Ernſt er anſah König Eſthmer,
. Dann ernſt auf ſeinen Ring, | Dann öfnet er ihnen das Gitterthor, Sonſt thaͤt ers um kein e
Konig Eſihmer ſchwung ſich ab vom Roß An Königs Halle hart.
Der Schaum, der ſtand vor Pferds Gebiß, War wie König Bremors Bart.
Sprach: Stall dein Roß, du Harfner ſtolz, Geh, ſtall es in den Stall! | Ein'm ſolchen Harfner es nicht ziemt, Zu ftalfn in Könige Hall.“
„ Du ſprichſt wohl ſtolz/ fe
„Ich be aun Jungen, Der * keck und
Da iſt ein Mann: in dieſer Hal Der n d
Du Hacken her — 8 4
„O laß ihn kommen, der Harfe r st rach ö Ich moͤcht' ihn gern er hu. * Und wenn er's dieſem gegeben e Soll s uber mich ergehn. — ;
1 U *
Ab denn kam der e Und ſchaut ihm ins Geſicht.
Um alles Geld auf aller Welt Deen; > Dorſt er ſich nah ihm nicht. **
und e man, ‚Kämpfer? der König ſprach, * | Und was kommt dir jezt bei?“ | Er ſorach: »Da ſtehts auf feiner S Und Alles durch Schreiberei! um alles Gold auf aller Welt Ich ihm nicht nahe bei.“ en en aun Eſthmer dann die ber . And ſpielt darauf fo ſuͤß. Auſſtarrt die Braut an Königs eur, | Dem Helden macht's Verdtieh
Halt ein dein“ Harf, du Harſner ſtolz, HBaalt ein, ich ſag es dir, Denn ſpielſt du fort, als du begiunſt, au 1 Meine Braut entfpiefft du mir: 9
N Er riß, er riß aufs n. neu die Harf,
. 7 Er ſpielt fo f on und frei;
Die Brant, die ward fo wohlgemuth,
. Lacht Eins und zwei und drei. 8
»Und was wollt ihr thun mit der Har,
Wenn ich ſie Euch h een »Meine Braut ſo ſpielen wohlgemuth,
So laß mir denn deine ſchoͤne d So prächtig über All, n a Und fo viel Goldſtuͤck ſollt du hab' n, a Als Ring hier in ee * .
»Und was wolltſt du mit der Wenn ich dir fie laſſen Ziemt ſich doch mehr für mich 15 a; 1 Die Schöne führen zu Bett.
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Er fpiel aufs neu, ſtrich laut und klar | Und Adler fang dareinn »o Braut, dein treuer Liebhaber es if, Kein Harfner, der König dein!
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0 Braut, dein treuer Liebhaber es iſt | Blick auf, blick auf und ſie,̃, Zu retten dich vom garſt' gen Heid.
Die Braut blickt auf, die Braut warb toth
Vruckt auf und ward fo roth⸗
Indeß zog Adler fein ſcharſes Schwert, Der Sultan, er lag todt.
Auf ſtanden denn die Kömpfet al, Schrien al in groſſer Noth: »Verruͤther, Haft den König erſchlagen = - und ſchnel ſolt euch ſeyn sode,”
3 8
2 | An er le un | Oder waren ri ache due
| König Eſthmer nahm die fchöne , Führe fie zum Weibe ſich . Daheim ins luſt ge Engeland 1 Und lebt da fröliglic h. . eg
| * BE ee, 118 Ar ne — 1 n „ g endete,
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Tief in Macht, im Dune, Tief im dicken Walde,,
* Ferne war mein liebes 1 N
eh ig ſe voc kannte.
ohne fie zu kene, Sazte mich in'n Winkel,
; Hinterm weiſſen Tische.
Saß mit vollem Herzen, Weint' mich ab und ſchluchzte;
Da, da ſah das liebe Maͤdchen
Seitwaͤrts auf mich nieder.
*
Ihe wis wget! Ahr, dem feifchen Mädchen! Vor, wie weit von ar et daun meine Liehe! *
1 2 * 7 7 0 N} — 1 —
2 x 14 2 9 t | * 1 „ id Um res | ea 2
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u e der fonfe ll ales weh.
| F Kann ſtillen nicht mein Herz mit Trauren voll;
Das ſchaſſt allein, die mich erfreuen fol!
Kein Speiſ und Trank mir Luft noch Nahrung gelt, |
Kein Kurzmell In die mir mein Setz erfreut; Das ſchafft allein, die mir im Herzen leit!
Keein G 'ſellſchaft ich nicht mehr beſuchen mag,
OGunz einzig fig in Unmuth Macht und Tag;
| Das ſchafft allein, die ich im Herzen trag?
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En 3 kr Englifd,
A, dritten Man ö Ps; Karlil' am . Ein art ger Knabe Dr Hofe an.
Ein'n Gürtel 15 Mantel Der Knabe hatt an. Mit Ringen und Spangen Reſch angethan.
Eine Schuͤrpe von Seiden Am Leib' er trug, War artig, beſcheiden, Und ſchien gar klug.
u ̃rU ͤĩſd̃ iti Ze nn u an EEE a ꝗ XU nn u re
F ˙ ⁰²UT˙—EV nn UT —Üͤ¹w- ⁵ę̃ʃWav .. ²— w] LTE En ä =
Wer jezt fein’ Ehr er ſich Den gehts ſürwaht igt gu ,
Er zog aus der 4 (Was hatt“ er drein! . a’. M ee Er pfluͤckt heraus ein Mäntelchen * -
Aus zwo Nuß ſchalen ee a 1 5 25
Hier hab's, König b Hier hab's von mir Gib's deiner ſchoͤnen Königin z Und wohl bekomm' es ihr!! *
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s fe ber n, Die Treu nicht hielt — „ Dre : u jed'r Ritter in Könige, * 3 * il
*
Die Kön gen Geneder Treat ſtattlich au; 8
de Dan ward ihr boeh De 0 weh, was folgte drauf! |
Kaum hatr fie den Want, 5 Als ſich's naͤrriſch begab, ; Sie ſtand, als mit der e sn, 1 Rugs geſchnitten ab.
1 * ur j
Der Mantel verfärbt ſich, Dier Mantel wird gef,
I Wird Lorhig, wird ſchmulkg:
Gar Abel es fehlen
| | |
Ab warf fe en Ma So niedlich und fein, Und floh, als wie mit
In ihre Kamm'r ban
Flucht Weber und W lk Der das ihr gemacht,
Als hier ſo beſchimpfet Zu Könige Raum te.
Ei: Sie ruft ihrer
Bu kommen näher: | 3 dre de be. ne Oc bir Euch, haltet hre.
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An kam die Dame Mit kurzem Tritt, Greif drauf nach dem Mantel - Wie ging's ihr damit?
1 Kaum hatt eee.
Ants es geſcha ,, Sie ſtand ganz wanne N | Wor allen Gäften dir
Jeder Hert Ritter, Der dabei fah, Wollt' faſt ſich zerlachen Bei ſolchem Spans:
Ab warf ſie dei en Se niedlich und fen. e en Und ſioh, 1 Blut |
Zu ihrer Kammer hi
Nun me 5
Ein alter Ritter er ara a Hinkt nun heran. Und weil fein Glaube nicht bieder war, Schleicht er zum kleinen Mann 8
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Bot zwanzig Mark hm — 9 2 2 1
Blank und baar, |
Wollt' frei ihn halten
Die Chriſtmeß gar: em r
Nur daß fein Weib im Maͤnteſchen
Je nur befiinde klar. ER 022
225
Kaum hatt' ſie den Mantel x‘ Sich angethan, Tr | Hier 'n Lappe, da ein ban U Hing näeri ch dran. - Die Ritter ziſchten alleſammt: »Nun der wirds uͤbel gahn !“
Ab warf ſie den Mantel So niedtich und fein, Und floh, als wie mit Blut Je 5 * ihre Kamm'r hinein. N ED | Kraddock rief ſein Weibchen, Nuſft's ſanſt herein, Sprach: » Frau, gewinn dies Müͤntelchen;! Dies Maͤntelchen iſt dein!“
Sprach: »Frau, gewinn dad Minis; | Dies Mäntelchen iſt dein, Wenn du dich nie vergaſſeſt, Seit dem du wareſt mein.. BP
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| Beſchaͤme mich nicht! "ya „ro vi Ich will's erzählen, N x;
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Worans gebricht: 2 ett: 5 250
a kuͤßt . 2 3 5 Im gruͤnen Hain, u Por bi 8 * Ich kuͤßt' einmal Lord ane, ee Eh wir noch waren Ein. , 3 e
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Kaum hatt fi fesgebeihne;; 3 wei Die Sind bekannt, har
Da ftand der w Bin. Ihr nett an und gal nt.
Er glänzt, an Farbe Wie Gold fo ſchoůͤn. Jeder Ritter an Koͤnig Arthurs Sof
Mit Augen that er's fehn.
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Ein ſchrie Frau Genever: ‚Herr König, nein! Hat die den Mantel? Das kann nicht ſeyn?!
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Sieh doch die Dame; Die brennt ſich rein, Und ließ wohl fünfzehn Maͤnner In ihre Kammer hinein.
90 Pfaffen und Schreiber 3 ſich herein; | | Und ſeht doch, nimmt den Mantel, Und brennt fich weiß und kein l
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Sprach: e, 05 | vr FRE
Sie iſt ein’ Hure, | Bei meiner Tu) i Herr König, in der 5 Seyd ihr ein Hahnenteih! Bi
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Der kleine Knabe Rh Zur Thuͤr' ausſah, ni a 7 Und ſieh! ein groſſes wildes Schw War grad im Walde da.
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Er zog ein Meffer 1 Von Holz heraus; BR Und wer war fehnteller : 15 0 Vor Koͤnigs Haus? * e 5 Oracht flugs den wollden ernte
In Koͤnig Arthurs ge: le A a per.
229
7 Lege fkatslich den eden Wohl auf den he
V Wohlan, wer nun kein BR 1. Derſelb' trenſchire friſch I»
| Das Wort den Herren Ging übel ein. Sie puzten und wezten
Ihr Meſſerlein;
Theils lieſſen 's fallen, Und hatten fein‘, 12
Ging ans Trenſchiren, Ging rings herum; Die Meſſer, die bogen Sich ſchaͤndlich um: Die Spize, die Schnelde Waſt lahm und krumm.
Lord Kraddock hatt? ein Meſſere 15 * Von Eiſen und von Stahl; . dae Er ging an wilden Schweinstoy. Zerlegt ihn all und al, * — And präfentirt die Schnittchen Den Here Könige Da. =
1 * wer. 4 1. e I A e . 3
Der aua hatt von rn 5 Ein ſchoͤnes Horn; e > Er ſprach: „Da iſt kein e n Der trinkt aus dieſem Horn! nd. 4
Er muß ſich beſchuͤtten 53 0
Die Herren probierten, * e N
Doch gar nicht fei!n N Dem kommts auf die Schulter.
Dem keommb's auf's Bein.
231
und wer dabel ſein Maul noch braucht, liegts ins Geſicht hinein -
Und ı kurz und gut, wer Hahnreih war, War's jezt bei Tagesſchein.
. Das Horn gewann Kraddock,
Den Schweinskopf dabei; Sein Weib gewann das Mäntelchen
Für ihre Ehetren. Geb Gott, ihr Herrn und Damen, Daß euch fo gut auch ſey!
1 * Ta I
S. a Te *
Das dies vom m Herm von See ei
l l. het F f
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Es ret der Herr don emden, Wohl uber ein' breite Haide. Was ficht er an dem Wege bahn d e Ein Maldel mut weiſſem Klelde.
Wohin, wohlnaus, du ſchöne Wan? Was machet ihr hier alleine? Wollt ihr die Nacht mein Schlafbule ſeyn, So reitet ihr mit mir heime.
»Mit euch heimreiten, das thu ich nichr, Kann euch doch nicht erkennen.“ Ich bin der Herr von Falkenſtein, Und thu mich ſelber nennen.“
“3.
* Seyd ihr der Herr von Falkenſtein, Derſelbe edle Herre, MF ee en e m Oe wil ich euch bitten um „ eue mein,
Dien wl ich haben zur Ehe. —
Den Gefangnen mein, den geb ich dir nich,
In Thurn muß er verfaulmt !? Bu Falkenſtein ſteht ein tiefer Thurn
Wohl zwiſchen zwo hohen Mauren. —
Steht zu Falkenſtein ein tiefer Thurn Wehl zwiſchen zwey hohen Mauren,
BE Do will ich an die Mauren are;
Uud will ihm helfen trauren.
Sie ging den Thurm wohl um und wieder um : »Feinslieb, biſt du der Und wenn ich dich nich ehen kann, So komm' ich von meinen Sinnen
5
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234 AR A
Sie ging den Thurm wohl um und wieder umz
Den Thurm wollt fie auſſchlieſſen:
„und wenn die Nacht ein Jahr ing wö; 8 Keine Stund that mich verdtieſſen l., —
„Ei, doͤrft ich ſcharfe Meſſer tragen, Wie unſers Herrn ‚fein? Knechte; | So thät mit m Herrn von Falkenſtein u. um meinen Herzliebſten fahne — en
» Mit einer Jungfrau fecht' ich nicht, Das waͤr mir immer ein Schande! vr Fr * Ich will dir deinen Gefangenen geben; Bi mit ae aus dem Lande l, „E
„Wohl aus dem Land, da ah ich nicht Hab' niemand was geſtohlen;
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Und wenn ich was hal liegen lahn, j 2 So darf ich's wiederholen. „ ent
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nr Saat fl. 6 Wilke» 70 Aus Shakeſpear. and ut
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Unser dies Gränlaub⸗ D Wenz liebt zu folgen. nach, Will ſtimmen fein. Siedfein ein
Zus Chor der Wögelein,
Komm hieher, komm hieher, komm hieher! 'S ſolt wohl ihm ſeyn, 8 Ohn Ach und Pein,
Nur nicht ohn Winter und Wetter.
Achtet er Ruhm nur Stroh, Will liegen im Sonnſchein fo, Sich ſuchen Speiſ' und Trank, Und wie ers find't, ha'n Dank,
Komm hieher, komm hieher, komm a S ſoll wohl Ihm ſeyn, Ohn Weh und Pein, 2 un Nur nicht ohn Winter und Wetter.
* — 7 1 * 2 * * * — ar 5 77 \ F} Er
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8 . rien, ſtarm, 5 int rwind! Fe" Ein doch, wie's sah: find, Ei Kein undankbarer mir! Dein Zahn beißt grimmig drein; Doch warum ſoll's nicht ſeyn 7 Hab' ich doch use, mit dir.
Chor. . Heiße, ſinat Heiße, im Grünen Ber heilig!
| Er 0 nur Kurzweil, die Freundſchaft nicht 5
Heiho, hier ns, 7 dies . 25 10 8
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Grablie d einee es u Oman Aus n W
I } “ie | ar a 4 RR nun, 7, 5 40 4 | Winterfroſt und Sommerglut; All dein Tagwerk iſt gethan, BViſt daheim, und Haft es gur.
* Alle " 1 * 1 * *
Goldne Frau'n und Herr'n ins Grab 1 Muͤſſen ſie all zuſamm'n hinab! | | 2. 19 diege nun; dir thut nichts mehr * Geiſſel, Frohn und hart Gericht. Kleid'r- und Nahrungsſorge ſchwer, Al dir eins, und drückt dich nicht.
> &foptir, Arzt und Weif ins Grab waſ A tz nas Me e
i. N Lieg, und fürchte nun nicht mehr Bliz und Donnerkeilen hart.
Freund und Feind und can rer, Leid' und Freud' biſt du desc ar,
Alle. Stuzer jung und ſchoͤn, ins Muͤſſ'n zu dir ſie all hinab!
1. Kein Beſchwoͤrer haͤrme dich! 4 . 1. Kein Bezaubter lamm um dich!
er . 22 — * 1 a BEER * ae n Ne 357 | j . — .
0 ’
42
* 6. 7 r ı L i e d N des gefangenen Asbiorn Prude. Staldiſch. i
Sagets meiner Mutter: Sie wird den Sommer deri 1 Ihr's Sohnes Haar nicht klammen. Svanhid' im ſchoͤnen Daͤnnmark, Ich hatts ihr zugeſaget, ö Zu ihr bald heimzukommen, — A Er Nun ſeh' ich, wird das Schwert 4 Die Seite mir durchboren.
Anders war's dort druͤben! Bier ſaſſen wir trinken, Fuhren mit Freuden 15 Die Furt nach Hordland, „
243
1 mech wir anten, ſchwazten, Lachten viel beiſammen. — Nun lieg’ ich deklommen In der engen Rieſenkluft hier.
4 ! 150) 1208 | a 1
| * 2 3 ww
| Anders war's dort druͤben!
ı Da wir all beiſammen waren, Fuhren prächtig, vorne
Storolfs Sohn vor allen, Landte mit den langen
Schiffen im Oreſunde. —
Nun muß ich hier ſchändlich
Die e, ſchauen.
Alauders war's dort drüben! Orm, im Schlachtenſturme,
Stroͤmt den durſtigen Naben
Manches reiche Mahl.
r LE EZ u a . Fu DE Eu UT o ML . . 1 een * 1 - * 12 4 4
244... de rn N 5 4 Manche wackre Maͤnner ri Eee V Gab er den gier’gen Wi fen, ae Fe Fe Zreflich an der Mar) in e Traf er Todeshie pv.
—
Anders war's dort drüben! 5 Da auch ich, mit ſcharfem Schwerte, 2 Warm von harten Hieben, | 5 u an." Männerhaufen mah. b SIE 8 S war am Eifers Eiland ere Entgegen dem ſchwuͤlen m, Orm hagelt herrlich Pfeil? auf die Räuber, *
Auf die er traf.
Anders war's dort drüben | Waren alle noch bei nander, Gaut'r und Geiri, Glum'r und Stari,
) Die Weichsel.
Sam'r und Seming’ r Oddvarars Soͤhne,
Haukr und Hoki, Hroko und Tori.
3 1
Aber war's dort druͤben!
Da wir oft zuſammen fairen,
Hrani und Hogei, Hialmr und Stafnir, Grani und Gunnar, Grimr und Sprevir, Tumi, Torfvi,
Teite und Geitir.
Anders war's dort drüben! Selten wirs ausſchlugen Uns zu ſchlagen; ſelten Rieth ich's ab, mit Schwerte
*
71
Scharfes e | Doch Orm war immer Ma Unſer der Erſte. 7 dun Hast:
1285 b * | 0 OR an 8 J 1 * 1 = *
„ „„ = A
Wuͤſte Orm
Hier meine Qualen; | 2 Die Stirne falten 71 "ui u Wurd er geimmia, fn dc
Dem graͤulichen Rieſen nu ien N. Wie er's verdient ent Ait
Dreifach zahlen. enn 9 28
en wenn ers kon? ur
-
Das Hagelwetter. Staldiſch.
Js herr in Norden Ein Wetter aufſtehn;
Hagel raſſelt hc 7. Auf Helmen hart!
Wolkenſteine
Stieben im Wetter
In der Streiter Augen Vom ſcharſen Sturm.
Es hagelt Schloſſen, Jed' ein Loth ſchwer! Blut ins Meer, Hlut aus Wunden Roͤthet den Speer.
W I Seile
© ex 45 N 2 1 Das Heer der Graſen 2 Steht dem Kampf! 8
Der ewe eng Schleudert ſpizige en bee Pfeile von den Fingern 1 Den Fechtern ins Geſicht. Die maͤcht gen Fechter.
Im harten Gewitter,
Dem Sturme ſtehend,
Biden nicht!
Dis daß am Ende Ba Dem tapfern Grafen a Geſchwaͤcht an Kräften 8
Der Muth erlag,
Die Bellen dh; In die Holen Segel
ri 1 Id ar * W 8 e 8 1 a Per.
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; 250
8. 5 1 2 a Der blutige Strom. Span. k
Graͤner Strom, du rinnſt ſo ktaurig, So viel Leichen ſchwimmen in dir, 5 Chriſtenleichen, Mohrenleichen, A Die das harte Schwert erlegte. 1
Deine klare Silberwellen Sind mit rothem Blut geſaͤrbet, Mohrenblute, Chriſtenblute,
Die in groſſer Schlacht hier fielen.
—
Ritter, Herzoge und Grafen, Groſſe hohen Standes ſielen, Maͤnner hoher Tugend ſanken, Und die Bluͤthe Span'ſcher Edlen.
251 }
An dir ſank hier Don Alonſo, Der von Agnilar ſich nannte, Auch der tapfre urdiales Sank an dir, mit Don Alen.
\
Von der Seite klimmt den Felſen Ab der tapfre Sayavedra, Eingebohrner von Sevilla _ Aus Granad's aͤltſtem Stamme.
Hinter ihm ein Renegate | Rief ihm nach mit frecher Stimme: „ Gib dich, gib dich, Sapavedra! ‚Slide nicht ſo aus dem Treffen!
Wohl erkenn ' ich dich, ich war ja Lang genug in deinem Hauſe.
Auf dem Markte von Sevilla
Sah ich oft dich Lanzen werfen;
232
Kenne deine Eltern, kenne Dein Gemahl, de Bemme la r Sieben Jahre dein Sefangner, ee Mit dem du ſehr r u 1 0
Jezt ſolt du e Wehe erden Wenn mir Mahomet nun Bee, , LE Und dann will ich mit dir ae > Wie du einſt mit mir auch an,
Sapavedra, der das hörte, 2 2 Kehrt ſein Angeficht | zum Wehren, . Und der Mohr ſchnellt feinen a > £ Doch der Pfeil kam nicht zum Ziele. Ins
714
— 1
—
Und da faßte Savavedra, n Mee Traf auf ihn mit ublem Stoffe; * * as Nieder ſtuͤrzt der Renegate, ee e en Ohn⸗ ein Wort noch zu vermögen. 1 0 ** 18
253
Sayavedra ward umringet Von dem ganzen Mehernpöbel; und am Ende ſank er todt di, Todt von einer boͤſen Lanze.
. Noch ſcritt Don Alonſo tapfer; 0 Schon war ihm ſein Roß erlegen. und fein todtes Roß muß jejo
Fechtend ihm ſtatt Mauer dienen.
Aber Mohren über Mohren Drangen auf ihn, fochten, ſtieſſen, Und vom Blut, das er verlohren,
Sinkt ohnmaͤchtig Don Alonſo.
Erkrdlich, endlich finkt er nieder An dem Fuß des hohen Felſen, Bieeibet todt; doch Don Alonſo Leebet noch in ew'gem Ruhme⸗
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Von Belchitens König, Zaid FT.
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3 2
Acht und acht, und Tag auf Spielen Kampf die Sara inen, Und die Aljataren gegen 9
Alarifen und Aſar gen.
no „ 1 Denn der König in dul Mn ir Feiert den beſchwornen Frieden
N im |
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und Atarfen von Granada. * EN
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70. 1 1 1
Andre ſagen, diese Scher eos. 1 Fuͤr den Koͤnig von mn A ber Zelindaja hab's geordnet 1 8 Ihr zulezt zu n 10 wi fr
4 255 | Ein zum Kampf die Sarrozinen Auf hellbraunen Pferden zogen; Zr
Pommeranzenfarb' und grün fi find Ihre Mäntel, ihre Kleider.
E und das Sinnbild auf den Tartſchen Iſt ihr Saͤbel; Amors Bogen | ‚Sf gekruͤmmet aus dem Saͤbel,
und das Wort iſt: Feur und Blut!
Gleicherweiſe folgten ihnen
Zi dem Kampf die Aljatanen,
Roͤchlich ihre Riterkleider, | Ä Und beſaͤt mit weiſſen Blattern.
uud 0 Sinnbild it ein Himmel 0 den Schultern des Atlanten, Und die Schrift dabei hieß alſo: „Werd ihn halten, bis er ſinkt!,
256 x 2 | IT, Ihnen nach die N Folgten, toſtlich ange leide N Gelb und rörhli > Ste u 5 9 9 Ne 11 Einen Schleier ſtatt des Ermelss.
Und ihr emma w . Den ein wilder Mann zerreiſſet, N Und auf dem wenne 5 ; er Stand: Die Tapferkeit gervinnet er
Jezt die acht Aſargen * Stolzer ſie, als alle jene; 1 5 Violett und blau und gelbe, Bus der Federn grüne Blaͤt jur 55
Gruͤue Tartſchen, und auf uf ihnen Blauer Himmel, in dem Himmel Schlungen ſich zwo Haͤnd', das
„Alles falt dem Grünen Pre or 90 5 vn
257
' 1 Und dem Koͤnig war's zuwider, » | Daß fie fo vor feinen Augen |
Se seine Muͤh zu Spotte machten, mac feinen Wunſch zunichte.
2 Srrach, als er den Trupp erſahe, En Sprach zu Selim, dem Alcaiden: ee: ſoll die Sonne; 7 e blendet mein Geſicht „
|
| . 5 Der Aſarge | warf Bohorden, 2 Die ſich in der Luft verlohren, 2 Das das Aug’ es nicht verfolgte 50 fe blieben, wo fie fielen.
In der Stadt an allen Fenſtern ee ſchauend alle Damen; f des Schloſſes Gallerien
. fi hervor die Damen. R
238
Trat er vor und trat zuruͤcke, 6 und Immer rief das ganze Volk ihm: er 14 „Alla mit dir! Alla mit dir! „ Und der König: „Weg mit dir l,
Zelindaſa unvorſichtig Goß auf ihn, als er vorbeiſlog, Koſtbar Waſſer, ihn zu kühlen, 5 Da rief ſchnell der König: Halt!
Alle meinen, weil es ſpaͤt ſey, Soll das Spiel zu Ende gehen; Doch der eiferſuͤchtge Koͤnig * Rufet: „Nehmt ihn, den eee, —
Schnell die beiden andern Züge Werfen weg die Roͤhre, nehmen Lanzen, fliegen auf ihn; wollen Alle den Aſargen fangen. —
Denn wer iſt es, der dem Willen Eines Königs in der Liebe widerſtrehe ?
259
Aud die andern beiden Zuge ' Stehn entgegen; der Arge i | 1 Erich. Na Aube fennet Wat
| Legt die Lanzen, meine 8 EB Laſſet fie die Lanzen heben! und mit Mitleid und mit Siege y Schwiegen dieſe, jene weinten. | Denn wer iſt es, der dem Willen . Eines Königs in der Liebe widerſtrebe?
| BR nahmen fie den en und das Volk, ihn zu befreien,
| 3 Theilt ſich in verſchledne Haufen, Siondert, ſammlet, ** ſich wieder.
| Doch da ihm ein Fahrer ſehlet, F Der fie führe, fie ermuntre, Gehn die Haufen auseinander,
260
Und das Murmeln hat ein End; Denn wer iſt es, der dem Willen a | Eines Königs in der Liebe widerſtrehe? 5 5 Einzig nur die Zelindaja n Rufft: „Befreit, befreit den en | Will von ihrem Balkon nieder F Stuͤrzen ſich, ihn zu befreien. Ber
Ihre Mutter, fie umfaſſend Spricht: „Was haft, was haſt du Thorn? Sterb' er, obne daß du zeigeſt, Daß du nur fein Unglück wiſſeſt! Denn wer iſt es, der dem Willen Eines Koͤnigs in der Liebe widerſtrebe?
Schnell ein Bote kam vom König, Der befahl, daß bei den Ihren Eine Wohnung ihr zum Kerker Angewieſen werden ſollte.
*.
. ede prach Belindaja: Sage
em Herrn: mich nie zu ändern Währ ich mir da das Angedenten Des Aargen zum Gefängniß;
und ich weiß wohl, wer dem Willen
Eines Königs in der Liebe widerſtrebe. »
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Es iſt kein lieber Ding auf- Erden, Als Frauenlieb, wem fie mag werden,
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Nichts beſſers iſt auf dieſer Erd', Das koͤſtlicher geſchaͤzet werd', Als Liebe, denn es tft bewährt, Daß Lieb' zuſamm'n vereinigt bald Sinn, Herz, Gemuͤth mit ganz'r Gewalt, Ob zwei nur hätten Ein’ Geſtalt. Drum, was man ſagt, ich all's vernein; Recht' Lieb' zu haben, bringt nicht Dein, Wann beid' Herz Eines ſeyn.
*
Des malten Seel iſt taufendmal Röftlicher, ganz überall,
Als der ſterblich Mensch zumal. Noch hat die Lieb' mit ihrer Macht . Sie unt'r ihr ſuͤſſes Joch gebracht; | FR jed'r es wohl in Acht. 1 Drum, was man fagt, iſt Schimpf und Scherz. Reecht' Lieb zu haben, bringt nicht Schmerz, 3 Aer liebt ein treues Herz.
j AU andre Freud’ und Kurzweil gut, = & eins damit erfriſcht den Muth,
1 Vergehn, verſchwinden thut.
1 Aber die Freud', fo Lieb mitbringt,
. Dleibt viel Jahr”, ſtets neu entſpringt,
N Drum, was man ſagt, iſt all's ein Spott. Raeecht' Lieb! zu haben, bringt fein’ Noth, Erfreuet bis in Tod.
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Kulnaſoz, Kennthierchen, lieb Nennthierchen, uns ſunk Gen ’ Laß uns fliegen, bald an Stell und Ort font Sümpfe find noch weit daher, Und haben faſt kein Lied mehr.
Sieh da, dich mag ich leiden, Kaiga⸗ en. | Leb wohl, du guter Kailva⸗ See, Viel ſchlaͤgt mir's ſchon das Herze Auf'm lieben Kaiga⸗ See.
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Auf, Rennthierchen, liebes, auf, Fliege, fliege deinen Lauf! a Daß wir bald an Stell und Ort . Bald uns unſrer Arbeit freun.
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Morrthenzweige ſollen mein Schwert umhuͤllen, Wie's Armodius und Ariſtogiton a Trugen, als fie die Tyrannei erlegten, 8 Und die Freiheit Athenen wiederſchenkten. 2%
Biſt, Armodius, Liebſter! nicht geſtorben. Auf der Seligen Inſeln wohnſt du, ſingen 95 Dich die Dichter, ſingen, daß Held Achilles Und Tydides und Diomed da wohnen.
Myrrthenzweige ſollen mein e Wie's Armodius und Ariſtogiton Trugen, als fie, an Athenens Feſte, Den Tyrannen Ipparchus niederwarfen. .
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0 Algend ſchwer zu rigen * ſterblichen Geſchlecht, | s Lebens ſchoͤnſte Seipmung DR
Sata du! ee 5 5 re . * | 4 1 um deine Schoͤne 1 Die Griechen ſreudig in Tod, Deſtanden harte Gefahren %
M Niem Muth.
8 | Du gibſt dem Herzen unſterbliche Frucht,
4 Die füffer als Gold und Eltern ift, und als der zarte Schlaf.
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O Musen, Toͤchter des Nahr > > So oft ihr preifer den Gott verbündeter Tre und veſter Sreundfgaft sohn! Berry *
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. ö N e EK Fan ir — 3 Der Pierre Ami g ST un, * Engliſß. =; | j Gar hochgebohren iſt der Mann, | | Der ſeinem Willen leben kann, l e 0 5 D eß edler Muth ſein Adel il, | Sen Ruhm die Wahrheit aer if. . Dem Beidenfiaft niemals gebot, 4 | 4 mg. fürchtet Leben, oder Tod, * . 1
| Weis ſeiner Zeit wohl be ern Brauch, | | As fürs Gerücht, der 9 en Hauch. 39
Von Hof und Frohnen frank und frei,
Von Heuchlern fern und Buͤberei, 5 Was ſoll der Schmeichler bei ihm thun? Auch fur m Tyrannen kann er ruhn.
* 5
272
Er neidet nicht und hat nicht Neid, Kennt nicht der Thoren Ueppigkeit; Kennt nicht geſtuͤrzten Stolzes Schmach, Was der für Wunden folgen nach.
Der nicht den Staat, nur ſich — 5 A Und harmlos fo den Szepter führt, . Mehr gibt, als nimmt, und nee, Um Dankbarkeit und taglich Brod.
5
1%
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Der Mann ist fret und becher Hat Gluck und Hoheit nie verlohr'n, * ne
Vor Höhen ſicher, wie vorm Fall, Und hatt er nichts, fo hat er's All.
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ur,
Sie eich aha Dioden. * et
| > Srüfmetoems, als ich geſtern
TQJn Felde ging entlang, Da r ich, wie im eee * e | % Ein Mädchen lieblich fang ; 1 e Ketten raſſelnd an der Hand, Und fang fo froͤhligich: 5 8 N Mein Liebchen lieb' ich, denn ich weit, Mein Liebchen lieber mic.
—
0 harter, harter Vater, Dier riß ihn ab von mir! | F Grauſam, grauſamer Schiffer, b de t I Der fort ihn nahm von hier!
S
| *
Si 3 „5 Wi und lieb' mein Liebchen, denn ich ve, Mein Liebchen laber mig. * N
* * N
O wär’ ich eine Schwalbe, * . Sbg. Wie ſchluͤpft'“ ich zu ihm . “ Oder waͤr' ich eine Nachtigall, eo N Ich fäng in Schlaf ihn ein. Koͤnnt ich ihn an, nur an ihn ſehn, 2 Vergnuͤgt und froh wor ich? Ich lieb mein Liebchen, denn ich een ant Mein Liebchen liebet mich. e 1 1 55
Kann ich, als ich am ufer fand, | Den Tag vergeſſen je? | | Und fah ihn nun zum leztenmal, A Den nie ich wieder ſeh.
275
| % Er kehrt' auf mich ſein Auge noch, Ach, wie ſprach das in mich! — Mein Liebchen lieb ich, denn ich weis,
= „
Mein Liebchen liebet mich.
Ich ſiecht dir dieſes Kraͤnzchen, Mein Lieb“, und flecht es ſein, Von Lilien und von Roſen, Und binde Thymjan drein. Einſt geb ich's denn, mein Liebſter, dir, Wenn ich ſeh wieder dich,
| Mein Liebchen lieb' ich, denn ich weis,
Mein Liebchen liebet mich.
Pe € r —
1 RE
Der entſhloſsene Liebhaber. 7
Sol ich ſchmachtend drum vergehn, Daß ein Weibsbild iſt fo ſchoͤn? Oder meine Wangen bleichen, Weil die Ihre Roſen gleichen? Sey ſie ſchoͤner als der Tag, Wie der May nur ſchoͤn ſeyn mag; Iſt fie mir nicht ſchoͤn dabey, Was frag' ich, wie ſchoͤn fie fen.
277
Soll ſich nagen drum mein Herz, Weil das Ihre ſchwebt in Scherz? Oder ich mich darum zwicken, 4 Daß ſie jeden kann entzuͤcken? Sey fie hold, und holder, dann Turteltaub' und Pelikan:
Iſt fie mir nicht hold dabey, Was frag” ich, wie hold fie fei.
»
Soll ein Weibsbild Tugend han,
2 Daß mir keine bleiben kann? 1 Ododer ich fo treu ihr ſterben,
Daß ich mir muß ſelbſt verderben? Sey ſie gut und guter, dann Sankt Agathe gut ſeyn kann,
Iſt fie mir nicht gut dabey, Was frag’ ich, wie gut ſie ſey·
-
278 |
Gut und ſanft und hold und ſchön, Ich mag drum nicht untergehn;̃ß)) 7 Liebt fie mich, du kannſt mir glauben, Lieb” ich fie mit Treu der Tauben. Will fie aber mich nicht ſehnn n; Gut für mich, ich laß ſie gehn! |
It fie nicht fuͤr mich, ei, en!
Was frag' ich, für wen ſie ſe r
*
279. 2 | * 134 8. * Elugliſh.
* So, Liebſte, lebe wohl! Aruf ewig lebe wohl! Auf immer ich dich laſſen, 3 Nun immer weinen ſoll! Die Todtenglocke mit Trauerſchall Ruſt: fie iſt todt! fie iſt nun todt! So will ich aufs Haupt dir pflanzen noch Ein Bluͤmchen roſenroth.
Four meine Phyllis ſtand | Ihr Brautbett ſchon ſo ſchoͤn, Ach! ſtatt ins Brautgemach, j Muß fie zu Grabe gehn. Die Todtenglocke mit Trauer ſchall Ruft: fie iſt todt! fie iſt nun tobt! So will ich aufs Haupt dir pflanzen ur.) Ein Vluͤmchen roſenroth.
280
Ihren Leichnam fol begleiten a Ein ſchoͤner en 5 a Bis fie ins Grab wird gleiten, Und man wirft ee. —
Die Todtenglocke mit Trauerfhal Ruft: ſie iſt todt! fie iſt nun tant! 4 So will ich aufs Haupt dir pflanzen noch Ein Blümchen roſenroth.
1
Ihre Baare follen tragen Juͤnglinge, jung und ſchoͤn, Die, wenn ſie ſie begraben, | ka Traurig von dannen gehn.
Die Todtenglocke mit Trauerſchall Ruft: ſie iſt todt! ſie iſt nun todt!
So will ich aufs Haupt dir pflanzen no) Ein Blümchen roſenroth. i
1
A ll ar nr „* Du —
= Auf ihrem Sarg foll prangen EEE ER 0 2 Ein Brautkranz, friſch und roth,
Der wird fo traurig hangen, „Ach! unſre Braut iſt todt. „,
Die Todtenglocke mit Trauerſchall Rufe: fie iſt todt! ſie iſt nun todt! So will ich aufs Haupt dir pflanzen noch Ein Bluͤmchen reſenrork h.
Ihren Leichnam will ich zieren Mit Bändern, reich und ſchoͤn, En Sch aber, ſchwarz und dunkel a Muß ich von dannen gehn.
Die Todtenglocke mit Trauerſchall Ruft: ſie iſt todt! fie ift nun todt! So wil ich aufs Haupt dir pflanzen noch Ein Blümgen eech
— WE A
Und meine Thränen ade e 0 0 Sie immer pflegen „
Die Todtenglocke mit Traue! ſchall . Rut be m tai ie ih nun tte:
J Aug
Statt Bildes ſchoͤner Farben
Gemahlt mit Kunz. und fein, Will ich ihr Bidniß mahlen z Ei Tief in mein Herz hinein.
Die Todtenglocke mit e ER Ruft: fie iſt core! fie if nun 15 | So will ich aufs Haupt dir pflanzen noch er Ein Blümchen roſenroth.
nd
Ins Herz, da will ich graben Tief ihre Leichenſchriſt: „Hier liegt das liebſte Mädchen, Das je ein Schäfer liebt „
Die Todtenglocke mit Trauerſchall Ruft: ſie iſt todt! ſie iſt nun todt! So will ich aufs Haupt ihr pflanzen noch
Ein Blümchen roſenrotb.
GR NET | N. | In Schwarz will ich mich kleiden, An Schwarz fey mein Feſtkleid nun. Weh mir! ich bin verlaſſen!
Wo ſie ruht, will ich ruhn!
Die Todtenglocke mit Trauerſchall Nuſt: ſie iſt todt! fie iſt nun todt! 1 So will ich aufs Haupt dir pflanzen noch
Ein Vluͤmchen roſenroth.
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a a 8 * * r Er 1 RER, a | ala TER
n 19er burn * Der Saͤchſſch ein aub. en Bergmamsli,
15 75 be Deut 257 2 er 8.
Wir wohn ein ang ie. 1 Was ſich hat angeſpunnen, l Wie's im Pleißnerland gar ficht l Als den jungen Fuͤrſt'n geſchah G Durch Kunzen von Kaufungen, Rt ur
A — f * *
| VER Ri 7
W Der Adler hat ufn Bei ein 9575 ein sches Reit aut Hane: a Und wie er einſt wor g’flogen aus, u a Holt ein Geyr die Jungen hetand; - 1 7 Drauf ward's Neſt leer ehen, 10 u 2.
285
er. a Geyer auf'm Dache fi füt, Da deihen die Kuͤchlein ſelten, e S war Werl! ein ſeltſam Narrenſpiel. Welcher Füͤrſt fein'n Rathen getraut fo viel,
| Mus oft der Hert ron entgelten, , Ig entgelten !
Altenborg, du feine Stadt, Dich thaͤt er mit Untreu meinen, 3 Da in dir wat'n all Hoſteut voll, Kam Kunz mit deitern und Vuben toll, Und vi bie Furſten p kleine, 3 Sa fo Heine!
Was blaße dich, Kunz, für Unluſt ai, Daß du ins Schloß nein ſtelgeſt?
. Und ſtielſt die zarten Herren heraus, Aus dier Kurfürſt eben nit war zu Haus, Die zarten 8 N | Ja uam,
1
Wie ſich das Land bewege Was da af PR i 1
1
Im Walde dort ward Kunz ert Da wollt he Deeren naſchen, 2 Wär he in der Haſt facken fort a5 | Daß 'm die „Köhler, nit geeppifä Se „
11
Haͤtt he fie kunnt verpaſchen, pu 411 Ja RAT
Den
“
Ab'r fie worden ihm wed'r abgejag &
Und Kunz mit ſinen Geſellen a 1 i ’
uf Gruͤnhain in unſers Herrn Abts
Gebracht, und darnach uf Zuich be,
Und muſten ſich lahn prellen, 8 „n 3 * 8 lahn prellen!
287
Darvor fiel ab gar mancher Kopf, 1 Und keiner, der gefangen, Kam aus der Haft ganzbeinicht davon, Schwert, Nad, Zang'n, Strick, die war'n ihr Lohn, 7 en ſah die Nuͤmper hangen, 2 bana!
2 So gehts, wer wider die Obrigkeit Sich unbeſonnen empoͤret, 1 * Wer's nicht meint, ſchau an Kun zen, N Syn Kop thut z Freiberg noch ’runter fame Und jed'rmann davon lehret,
Ja lehret!
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ali Jap, Ya u FG VRR . 2% 55 ente, ang Ne en a ge „ Rhüringertied Bere U S ge .
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Aber ſo wolln wirs heben an, Re: Wie ſich's hat angeſpunnen, e Es iſt in unſer Herrn Land alſo gefalt, n Daß der Herren Raͤthe treib'n groß Ge . Drauf haben fie geſunnen. Reed
W
9 { Thuͤringerland, du bift ein fein gut Land,
Aer dich mit Treun thaͤt meinen,
Du gibſt uns des Waizen und des Weine fed,
Du koͤnnt'ſt einen Land'sherrn wohl ernährn,
Und biſt ein Laͤndlein fo kleine.
289
1 Wo der Geier auf dem Gatter ſizt, Da deihen die Kuͤchlein ſelten; | |
Es duͤnkt mich ein ſeltſam Narrenfpiel,, Welcher Herr ſeimn Rathen gehorcht ſo viel,
Muß mancher armer Mann entgelten.
Ein edler Herr aus Thuͤringerland,
| h Herzog Wilhelm von Sachſen, „ N um Lieſſet ihr die alten Schwertgroſchen Wieder schen, ? As euer Voreltern hab'n gethan,
1 So moͤcht eur Heil wohl wieder wachſen.
So würden die Städt von Gelde reich, So wuͤrden wieder gute Zeiten,
N So könnten euch eur arme Leut beiſtahn, Wenn ihr fie in Noͤthen thaͤt rufen an, Es wär zu ſtürmen, oder zu ſtreiten.
&
Die den Wucher mit den Ir Man vergleicht ſie einem
Er mus fe wahr wee. 15 5 na | Er ſieht gleich wie eine Stein 1 le her —— So geſchleht manchem —
291 21. * e ee der Olsdemona
N Aus Shetet par. A er. 12 1 ı2 Engliſc.
*
een 15 ceseaengen nN und Desdemona bleiben 2
b | 2 1 Aemille. | Fe
| 5 Wi Un ein Frau? Er * eu jet m mik
der aus, als erſt. Desdemona.
er ſagt, er will gleich wieder hier feyn, und
Dich fortzuſchicken. De
Aemilte. | Fortzuſchicken mid? ;
Deſahl mir ſtracks zu Bett zu gehn und hieß mir,
So ſagt er. Ab, — ar emi m be mir mein Nachtzeug und I hl | Wir muͤſſen ur jezt nicht 0 = Ba ag
uk Aemilie.
EN, a * 4 BET, | Ich wollt', 5 sr ihn en; ae!
So wollt ich nicht, Und mir. gef 5 6,
Daß 8 fein harter * ſein Ernf, fi
4 pn len, 15 Er
(Ich bitt dich, ſtec mich n mir fü ü
Aemilie. Die Tuͤcher, die ihr mir beſahle, liegen 1 3 aaf ben en e, *
Desdem. no ie * * 1
Alles Eins! IR 29
Du guter Vater, wie man thöricht fl Sterb ich vor dir, Aemilie, ich bitt dich, 9 7 1 Gib eins von dieſen Tüchern mir in Sarg —
5 | 293
E Aemille. Ah kommt, ihr ſchwaͤtzet - . Des dem.
Mein' Mutter hatt’ ein Mädchen, Barbara Dies fie, die war verliebt. Und ihr Liebhaber Ward naͤrriſch und verließ fie. Die hatt’ da | Ein Liedchen: Weide, Weide! — naltes Ding, B Aber ganz gemacht für ihren Zufiand. Sie Olang es und ſtarb damit. Das Lied will mir Den ganzen Abend nicht aus meinem Sinn,
Ich hab zu thun, daß ich nicht auch den Kopf So hangen laß’ auf Eine Seit' und fing’ esů Wie die arme Barbara. bitt dich, mach fort.
Aemilie. Soll ich das Nachtzeug holen? Desdem.
ö Nein, nur hier Steck mich noch los. Der Ludoviks Iſt doch ein artger Mann.
4
Und ſpricht ſehr gut. — BL 2 Kr
gelobten Lande barfuß gewandert wäre, um ei Druck von feiner Unterlippe. 2 2
2 Arm Märchen aß fingend, am W Wald
»Bitt Bi mad) fort, er iſt den Auge .
* * > 1 4 2 g *
Desdem.
f Aemilie. g 6 weis eine Dame in Benedig, die nac ben wäre Um einen.
sh Desdemone en.
Singt alle, mein Kraͤnzel iſt W Die Hand lag am Buſen ihr, 8 Hau Singt Weide, grüne Weide! 2 FR Der Strom kalt daneben ihr, a je Ach N Singt Weide, grüne Weide! ar 3 Und Thraͤnenfluth floß ihr, die Felſen wo ohl br
Sure
) Noch der alten Volksſitte in England it Weid erlaub inſonderheit für an giet ende.
9
BER alle, von Kr mein Kränzlein muß ſeyn,
a niemand und tadl' ihn. Er gefällt mir
| | nun ſo. 5
Beim das folge noch nicht. Horch, was llopſt?
Aemilie.
# 1
D. iſt der Bind.
1 | Desdem.
Ich nannt ihn mir treulos. Was antwort t nnn er mir::
ern mir Mädchen, die . wohl
i | bir :
1 So, aun 17 du gehen. Gute Nacht. Mit
jucken meine Augen, das bedeutet Weinen.
Aemilie⸗ O nicht doch! — | Gute Nacht, gute Nacht! Mir ſteh der Him⸗ mel bei, Daß ich nicht ſchlimm durch ſchlimm, durch | Schlimmes beſſer ſey!
en ine — | Dettemone En er 3 st und * 3 5
Verbients ! 1 Doch wil ih ut d dl 0 | b, a Bi 8
Nicht rigen dieſe Haut fo weiß wie Schnee 1
So ſanft wie n Alabaſterbild im € Gra o *
1
Er legt das enen ae, E FE ee I
Nur erben muß fie, fonft betrügt fi mehr je! Thu aus das Licht! und dann — dann? 1 ai sd | Licht, Loͤſch' ich dich aus, dienſtbare Flamn ne, dir Kann ich dein erſtes Licht wohl wieder b. 2 „ Falls es mich reute. Aber dir! — mer 1 * Dein Licht Dir ausgethan, du kunftlichſte 8 Geſtalt der Meiſterin Natur, ſo weis ich 8 Nicht, wo Promotheus Feuer iſt, das die 0 Dein Licht anzuͤnde wieder — cer ſezt dos Licht nieder.) 2 ) Auſſerordentlich treffend im Anblick, wie fie ſchlaͤt.
297 Hab ich fie abgepfluͤckt die Roſe, ich Kann ihr nie Wuchs des Lebens wiedergeben. Sie muß verwelken. Nun ſo will ich dich Naoch koſten auf dem Zweige. (Er küͤßt fie.)
Suͤſſer Hauch!
. Faſt uͤberredt *) er die Gerechtigkeit,
Ihr Schwert zu brechen. Noch einmal, einmal!
m Sey, wenn du todt bift, fo, und ich will dich toͤdten
Und nachher lieben. Einmal noch — das Lezte! en. So füß war nie fo traurig! Ich muß weinen, Nur ſinds grauſame Thraͤnen. Dieſer Schmerz Iſt Himmels zorn, er ſchlaͤget, wo er liebt! — Sie erwacht —— —
) Othello dünkt ſich mmer Richter, nicht Mörder, |
258 1 # a eee e d
je Süfer Ton. 1
BEN: en. HE 1 1 7
199.
—
V ) i Br | PO 0 1 *
ns wahr, daß Liebe ſich an Toͤnen labet, Spiel auf! gib ihrer mir genug! zu gnug! Daß uͤberſaͤttigt meine Liebe ſchwinde Und ſterbe. Noch einmal den Gang! — Er faͤllt So ſterbend! O, er überſchlich mein Ohr, So wie das fühle Luͤftchen übers Beet Von Veilchen haucht und ſtielt und gibt Gerüche — Genug — nicht mehr! Dies klingt nicht mehr ſo f ſaͤß. —
299
— Nur, lieber Freund, das Stuͤckchen! — jenen
Altvaterſang, wir hoͤrten's geſtern Nacht —
Und mich duͤnkt, all mein Herz hob ſich empor,
O, mehr als bei den luft gen Arien,
Dem Wortgeleſe unſrer huͤpfenden
Taumelnden Zeiten — komm — Ein Verschen nur! Komm, lieber Junge, was wir geſtern Nacht —
Merk es, Ceſario, 's iſt alt und plan,
Die Spinn: und Knittemaͤdchen an der Luft,
Die Stubenmaͤdchen, wenn ihr Garn ſie weben,
So fingen fies ; s iſt Honigſaͤß, es dahlt
So mit der Unſchuldliebe, wie man vormals
Noch liebte — Bitt dich, fing’!
(Der Knabe ſingt.) Suͤſſer Tod, ſüſſer Tod, komm, Komm, ſenk mich nieder ins kuͤhle Grab! Brich, o Herz ‚ brich, o Herz fromm, Stirb fromm der ſuͤſſen Tyrannin ab!
mene Legt es fertig!
Kein Bröͤut gam baute je ih wren * en |
Keine Blum', keine Blum’ fuß Sollt ihr auf'n ſchwarzen Sarg mir ſtreun! Keine Thraͤn', keine Thraͤn' fließ,
Mo fanft wird ruhn mein Todtenbein!
Ach tauſend, tauſend Salle füner—
Nein — ihr Meinen, Legt hin mich, wo kein ebene Kommt weinen. a
* A 3 = u 144 7 444 1 W ‚zn . i il 2a 1 23. Mell AL, 1 *
ophellens verwirrter Geſang um ihren erſchlagenen Vater.
Aus Shaker
‚Königin. Ich wil nicht mit ihr ſprechen — | Edelmann. | 2
| | u 20er fie iſt deingend, in der That d an Sinnen, fie
verdienet wahrlich Mitleid.
Königin. | Was wil fe? 2
Edelmann. Sie ſpricht von ihrem Vater viel. Sie ſagt, ie Hör’, s geb Kniffe in der. Welt, und aͤchzt,
ſchloͤgt an die Bruſt fich, ſtͤßt den Strohhalm for
ſpricht Dinge zweiſlich, nur mit haben enz, die Wotte fogen nichts, und dennoch bringt das ungeſtalte Nichts die Hoͤrenden Bar er ei zum Denken; fie fang 'n es ihr auf, und vaſſns | auf ihren eignen Sinn. Sie winkt, fie ſchüͤttelt, hi fie macht Gebehrden, daß man glauben muß, 1 ſie denke was dabei, doch weis man nichts gewiß und meiſt ungläcklic h?
K ze
Dora U Es waͤre gut, | man fpräche mit ihr, denn fie Könnte doch
in Uebeldenkenden gefährlichen 5 e 4% Verdacht reg nee
Königin.
Laßt fie ein! So gehe der Suͤnde. Meiner kranken Seele ſcheint nun jeder Tand ein Bote groſſen Unglücks. ET So voll kunſtloſen Argwohns iſt Unt ve 1 ſie fuͤrchtet ſtets und foͤrdert ſelbſt Verrath.
(Ophella tritt ein, wahnſinnig.)
Wo iſt die ſchoͤne Majeftät von Daͤnnmark?
| Königin. Wie gehts, Ophelia? Ophel. Woran ſoll ich dein Liebchen denn, Dein diebchen kennen nun? . An ſeinem Pilgerhut und Stab, Und gr nun
1
| h Ae Ach fürs ‚Mädchen, was fol dieſes Lied?
Opbel en ihr, was 's ſoll? Ich bitt euch, hört:
Er iſt todt und hin, iſt todt und hin Gegangen ins Grab hinein. Zu ſeinem Haupt ein Raſen liegt, Zu Fuͤſſen ihm ein Stein.
7 304
Oer König tritt herein.)
Aber Ophelia — EEE A * 2 Dpbel.
Ich bitt euch, hurt: Zi Sein Leichenhemd wie weiſſer Schnee
Koͤnigin zum König 10, ſcht fie an. 8
Ohyhel. ſingt bort e Beten mit ſuͤſſen Blumen — | Es ging zum Grab’ hin naß bethaut
Mit treuer Liebe Thraͤnen. — .
Koͤnig. Wie lange war ſie ſo ? n Ophel.
Ich hoffe, es wird alles gut gehen; wir muß ſen gedultig ſeyn: doch kann ich nicht anders, ich muß weinen, wenn ich denke: ſie wollen ihn in
die kalte Erde legen. Mein Bruder ſoll davon wir:
ſen; und fo ſchoͤnen Dank fuͤr guten Rath. Kommt! mein Wagen! — Gute Nacht, ihr Damen, gute
Nacht, ſuͤſſe Damen, gute Nacht, gute Nacht! — (Sie gehet ab.)
(Ihr Bruder Laertes, und der Koͤnig ſind zuſammen. Es wird ein Geraͤuſch. Ophelia kommt, phantaſtiſch ge⸗ ſchmuͤckt mit Stroh und Blumen. Laertes, der fie ſieht:)
O Hitze! trockne auf mein Hirn. Ihr RR Sieb' nſach geſalzen, brennt mein Auge ſtumpf! Beim Himmel, Maͤdchen, deine Raſerey
Sol ſchwer bezahlet werden, daß die Schale | Auſſliege. Roſenknoͤſpchen, ſuͤſſes Maͤdchen, Ophelia, liebe Schweſter! Himmel, iſts,
Iſis möglich? der Verſtand ein's jungen Maͤdchen Kann mit ein's alten Mannes Leben hinfeyn! = | Natur, du biſt fein in der Liebe! fein,
Du ſchickſt von deinem Selbſt ein koſtbar Etwas Dem Dinge, das du liebeſt, nach —
e
Opphel. fingt: Sie trugen ihn auf der Baare blos, Und manche ihr auſs cen g b. e e ne 9
Laert.
Haͤtt'ſt du noch deinen Witz und wollteſt u Zur Rache überreden; Könnt 'ſt du's mehr ?
Mb. vie a Ihe müßt fingen: ROH Nieder! Nieder! | Senken ihn nieder: Wie herrlich der Schluß paſſet! Nieder! Nieder! Er iſt aus dem falſchen Verwalter, der bea, e ſtahl. ) nN
) Vermutlich eine Ballade, die ſich mit der in Engliſchen Liedern des Inhalts oft vorkommenden Zeile down-a endet, und das ihr Unſinn hier treſuch auf den König Paſſet.
„ 1 JE Laert. 8 Das Ri iſt mehr e
— 4 N
Ophel.
Da iſt ein Straͤuschen Rosmarin; es 11 zum Andenken. Bitt dich, Liebchen, denk an mich! und da iſt ein Vergiß mein nicht, auch zum Andenken —
Ds 3 re Laert. 0 Ein Denkmaal im Wahnſinn! — Andenken, . wie ſie ſich gehoren. 3 | Ophel.
| Do iſt Fenchel fuͤr euch und Agley Da ff Rau⸗ tee fur euch, und hier auch etwa 15 mich. Wir wollen's Andachtskraut nennen, für den Sonntag; : auch ihr muͤſt ee Raute huͤbſch mit Unterſcheid | tragen. Hier noch ein Maasliebchen; ich wollt' euch auch gern einige Veilchen geben, aber fie welk; ten alle, da mein Vater Reh, Sie ſogen, er a ein gut End genommen: f
Denn mein lieber eaſſer iſt all meine Luſt.
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; ER Be Ä Opbel. 4 N Me > * Und wird er denn nicht wieder kommen? Und wird er denn nicht wieder kommen? Nein! nein! er iſt todt! „ Er liegt auf feiner Leichenſtaͤt. 1 Geh auch ins Todes bett. Di Er wird nicht kommen! Er kann al 5 7
Schneeweiß, Siber war fein Bart, 2 Slächſenzakt fein Scheitel war. EN 3 Er iſt hin, Er iſt hin! 9 . . Werſen wir's Seufzen hin, it 4 2 Hab er die ſeel ge Ruh. Li. Und alle Chriſtenſeelen. Gott mit euch —
in (geht und kommt nur wieder im eig $
a an —
24. Klaggeſang
1 D der edlen Frauen des Aſan⸗ Aga.
98 Morlackiſch.
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Was iſt weiſſes dort am grünen Walde? Iſt es Schnee wohl, oder find es Schwäne? Waͤr es Schnee da, waͤre weggeſchmolzen,
Waren 's Schwaͤne, waͤren weggeflogen. a Iſt kein Schnee nicht, es ſind keine Schwäne, ı
S ift der Glanz der Zelten Aſan Aga; Niederliegt er drein an feiner Wunde.
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Ihn beſucht die Mutter und die Schweſter, Schamhaft ſaͤumt fein Weib zu ihm zu kommen.
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Als nun ſeine Wunde linder wurde, Ließ er ſeinem treuen Weibe ſagen: 8 „Harre mein nicht mehr an meinem Hofe, > Nice am Hofe, und nicht bel den Meinen J.
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Als die Frau dies harte Bert vernommen. Stand die treue ſtarr und voller Schmerzen, * Hoͤrt der Pferde Stampfen vor der Thuͤre, Und es deucht ihr, Aſan kaͤm', ihr Gatte, Springt zum Thurme, fü ich herab zu ſtürzen. Aengſtlich folgen ihr zwei liebe Töchter, ar Rufen nach ihr, weinend bitire Thraͤnen: * „Sind nicht unſers Vaters Aſans Roſſe ! m Iſt dein Bruder Pintorowich kommen. „- 75 {
Und es kehrt zuruͤck die Gattin Aſans, Schlingt die Arme jammernd um den Bruder: 5 „Sieh die Schmach, o Bruder, deiner Schweſter! Mich verſtoſſen! Mutter dieſer Funfe h,
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317 Schweigt der Bruder und nicht a 42 der Taſche Eingehället in hochrothe Seide, Ausgeſertiget den Brief der Scheidung, Daß fie kehre zu der Mutter Wohnung, Frei ſich einem andern zu en
Als die Frau den —— ſahe,
Käfte fie der beyden Knaben Stirne, 8 Kuͤßt die Wangen ihrer beiden Maͤdchen.
Aber, ach! vom Saͤugling in der Wiege
Kann ſie ſi ich im bittern. Schmerz nicht reiſſen;
‚Heißt fie los der ungeſtuͤme Bruder,
Heht fie auf das muntre Roß behende,
Und ſo eilt er mit der bangen Frauen
Grad nach feines Vaters hoher Wohnung.
Kurze Zeit war's, noch nicht ſieben Tage, Kurze Zeit gnug, von viel groſſen Herren Liebe Frau in ihrer Wittwen Trauer, Liebe Frau zum Weib begehret wurde.
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Und der gröfte 1 Cal... Und die Frau bat weinend ihren 3 „Ach, bei deinem Leben! bitt ich, Bruder: Gib mich keinem andern mehr zur Frauen, 1 Daß das Wiederſehen meiner lieben Armen Kinder mir das Herz nicht r 9 Ihre Reden 1550 nicht der Bruder, 2 . Feſt Imoskis Cadi fie zu trauen Doch die Frau, ſie bittet ihn unendlich: . „ Schicke wenigſtens ein Blat, o Bruder, Be Mit den Worten zu Imoskis Cadi: te. . Dich begruͤßt die junge Wittib freundlich, s 1 Und laͤſt durch dies Blat dich hoͤchlich bitten, Daß, wenn dich die Suaten her begleiten, 5 5 Du mir einen langen Schleier bringeſt, 9 Daß ich mich vor Aſans Haus verhuͤlle, 2 Meine lieben Waiſen nicht zu ſehen. »
Kaum erſah der Cadi dieſes Schreiben, ! Als er feine Suaten alle fammelt,
313 Und zum Wege nach der Braut ſſch ruͤſtet,
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Gluͤcklich kamen ſie zur Fuͤrſtin Hauſe, Gluͤcklich ſie mit ihr vom Hauſe wieder; Aber als ſie Aſans Wohnung nahten, Sahn die Kinder oben ab die Mutter,
Iß mit uns das Brod in deiner Halle! „ Traurig hoͤrt es die Gemahlin Aſans, Kehrete ſich zu der Suaten Fuͤrſten: „Bruder, laß die Suaten und die Pferde
Halten wenig vor der lieben Thlire,
Daß ich meine Kleinen noch beſchenke. 1 *
Und fie hielten vor der lieben Thuͤre. Und den armen Kindern gab ſie Gaben, Gab den Kuaben goldgeſtickte Stiefel, Gab den Mädchen lange reiche Kleider,
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3 Mit dem Schleier, den fie heiſchte, tragend.
Rieſen: „Komm zu deinen Kindern wieder,
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und dem Säugling hülſtos in der Wiegen Gab fie fur die Zukunft auch ein Roͤckchen.
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Das beiſett fah Vater Aſan Aga, Nief gar traurig feinen lieben Kindern: „Kehrt zu mir, ihr lieben armen Kleinen, Eurer Mutter Bruſt iſt Eiſen worden,
Feſt verſchloſſen, kann nicht Mitleid fühlen I, | Wie das hörte die Gemahlin Aſan s Stuͤrzt' fie bleich, den Boden ſchuͤtternd, nieder, Und die Seel entfloh dem bangen Buſen, f Als fie ihre Kinder vor ſich fliehn ſah.
Verielchnit⸗
Erſtes Buch.
4 1. Das Lied vom n Grafen. Dag / m ' 15 Aus dem Munde des Bolte in Elſaß. Die Melodie iſt traurig und ruͤhrend; an Eins i 1 falt beinah ein Kirchengeſang. > ö 2: Die ſchoͤne Rofermunde. Engliſch. 1 | Aus den Reliqu. of anc. English Poetry 7 Vol. II. p. 141. Es iſt bereits in der N. Bibl. 13 ſch. Wiſſ. Th. 2. St. 1. und, mich duͤnkt, ſonſt überſezt geweſen. Eine ſchoͤne Bußfertige von Corregio gemahlt, den Todesbecher in der Hand, in andaͤch⸗ tiger Geſtalt der mittlern Zeiten. ’ 3. Die kranke Braut. Litthauiſch. 31 4. Abſchiedslied eines Mädchens. Litthauiſch. 33
5. Der perſunkne Brautring. Litthaulſch. 25.
6. Das Lied vom eiferſüchtigen Knabe k
Er! 316
le e find de n Herrn P. K. in K. u 25 theil über die Liederchen debe 2 ter. Br. Th. 2. ©. 242.) iſt ſchon unter den Zeugniſſen von Volksliedern angeführt. „Homers monotomiſches Metrum (ſagt der Verf. der Kreuzzüge des Philologen S. 216.) ſollte uns wenigſtens eben ſo paradox vorkom men, als die Ungebundenheit des deutſchen Pindars. Meine Bewunderung re 1 wiſſenheit von der Urſache eines di ire >98 7173 gen Silbenmaaßes in dem ge en Dich⸗ ter iſt bei einer Reiſe durch Kurland und ie ie 2
land gemaͤſſigt worden. Es gibt ine ne r⸗ ten Gegenden gewiſſe Striche, wo man das lettiſche oder undeutſche Volt bel a aller ihrer Arbeit fingen hört, aber nichts als eine Kar denz von wenig Toͤnen, die mit einem 5 o viel Aehnlichkeit hat. Sollte ein Dichter unter ihnen auſſtehen: ſo ware es ganz na tuͤrlich daß alle feine Ver ſe nach dieſem eins geführten Maasſtab ihrer Stimmen zuges ſchnitten ſeyn würden. Es würde zu viel Zeit